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Abonnenten im Nachteil: "TV Digital" und der Ärger um die Bonus-DVDs

von Thomas Lückerath
24.02.2006 - 17:02 Uhr

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Verlage tun fast alles, um sie zu bekommen, aber nicht immer viel, um sie zu halten: Abonnenten. Wer Springers Programmzeitschrift "TV Digital" ins Haus bekommt, hat bei Sonderaktionen wie beigelegten DVDs das Nachsehen.

Foto: DWDLDen Anfang machte eine DVD zur ersten Staffel der Echtzeitserie "24" vor einigen Jahren. Erstmals wurde für eine neue Fernsehserie die erste Folge vorab verbreitet um die Zuschauer schon einmal einzustimmen. Inzwischen passiert dies alle paar Monate bei bedeutenden Serien-Neustarts. So auch in diesen Tagen zum Start der ProSieben-Krankenhausserie "Greys Anatomy".

"TV Digital" aus dem Hause Axel Springer bietet in der aktuellen Ausgabe die erste Episode der Serie auf DVD. Dies wurde sogar mit TV-Spots beworben. Für mehrere hunderttausend Abonnenten bleibt das Bild allerdings schwarz: Bei Ihnen fehlt die DVD im Heft. Nur ein müdes Lächeln entlockt da der stolze Hinweis von Chefredakteur Christian Hellmann: "Die Abonnenten von TV Digital können die erste Folge bereits vor der Fernsehausstrahlung sehen". Sie können in der Tat - wenn sie die "Gratis-DVD" telefonisch bei einer Hotline bestellen.

Bei einem Spontankauf am Kiosk hingegen ist die DVD direkt im Heft zu finden. Vorteil für den Einzelkäufer und die werten Abonnenten schauen in die Röhre. Auf DWDL-Anfrage beim Axel Springer Verlag weicht man bei der Bitte um eine Erklärung aus. "Aufgrund komplexer Abläufe in Technik und Logistik werden die Hefte an die Abonnenten ohne DVD ausgeliefert. Dies ist kein ungewöhnlicher Vorgang, sondern auch für andere Titel gang und gäbe", so Sprecher Tobias Fröhlich in einem schriftlichen Statement.

Es ist nicht das erste Mal, dass dieses Verfahren bei der "TV Digital" angewendet wurde: Schon im August 2005 vor dem Start von "CSI: New York" bei VOX fehlte bei hunderttausenden Abonnenten die DVD im Heft. Auch damals wurde für die Ausgabe im TV geworben. Praktisch ist es für den Verlag in jedem Fall: Man spart zunächst die Produktion von hunderttausenden DVDs und liefert nur dann, wenn der Abonnent persönlich einfordert, was ihm eigentlich frei Haus zusteht. "Das ist die Zukunft" - so wirbt "TV Digital".

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