Auf dem US-Medienmarkt steht womöglich der nächste Milliarden-Deal bevor. Einem Bericht von "The Information" zufolge bietet die CBS Corporation fünf Milliarden Dollar für den Pay-TV-Anbieter Starz. Erst vor drei Jahren hatte Lionsgate Starz übernommen - damals für 4,4 Milliarden Dollar. Für den nun gebotenen Preis will Lionsgate Starz allerdings offenbar nicht abgeben, CBS müsste also wohl noch etwas drauflegen. Derzeit dauern die Gespräche demnach noch an.

Starz, das Serien wie "American Gods", "Power", "The White Queen" oder "Outlander" zeigt, hatte sich zuletzt gut entwickelt und zählt inzwischen über 25 Millionen Abonnenten in den USA, binnen Jahresfrist war das ein Zuwachs um mehr als eine Million. Zudem baut Starz gerade ein weltweites Geschäft aus und ist beispielsweise auch in Deutschland mit dem Streaming-Angebot Starzplay angetreten.

CBS ist im Pay-TV-Geschäft bereits mit Showtime vertreten. Neben Starz ist auch noch immer eine Übernahme von Viacom im Bereich des Möglichen - die beiden Unternehmen haben beide die Redstone-Familie als Mehrheitsgesellschafter. Der ehemalige CBS-Boss Leslie Moonves war ein erklärter Gegner des Zusammenschlusses und wollte den eigenen Mehrheitseigner entmachten - stürzte schließlich aber selbst über Belästigungsvorwürfe. Gut möglich also, dass unter neuer Führung nun auch CBS wie die Konkurrenz verstärkt auf den Faktor Größe setzt.