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Bauer-Skandal immer bizarrer: Mopo legt noch einen drauf

von Jochen Voß
10.01.2007 - 15:10 Uhr

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Die Räuberpistole geht weiter. Unter dem Titel "Hexenjagd im Bauer-Verlag" setzte die "MoPo" ihre Berichterstattung über die kriminellen Vorgänge bei dem Verlag fort

Foto: PhotocaseBerichte der Tageszeitung "Hamburger Morgenpost" werfen ein schlechtes Licht auf den renommierten Bauer-Verlag. Darin schrieb das Blatt über nahezu unfassbare Vorgänge in der Unternehmenstochter Bauer Vertriebs KG. Ein Subunternehmer soll Aboaufträge gefälscht und selbst vor einem Auftragsmord nicht zurückgeschreckt haben.

In seiner Dienstags-Ausgabe meldete das Blatt, dass nun ein Informant, der sein Wissen über die Machenschaften unredlicher sogenannter "Drücker" an die Zeitung weitergeben hat, massiv bedroht worden sei. Das Blatt zitiert außerdem einen sogenannten "Insider", der dem Verlag Vorwürfe macht, sich mit dem kriminellen Partner eingelassen zu haben.

Die Machenschaften des sogenannten Drücker-Königs, der laut Bericht wegen des Verdachts auf versuchten Mord in Untersuchungshaft sitzt, sollen den Verlag um zwischen zehn und zwanzig Millionen Euro gebracht haben.
 


Laut Bericht der "Hamburger Morgenpost" kam der Drahtzieher erst jetzt ans Tageslicht, da er sich geweigert haben soll, einen engagierten Schlägertrupp zu zahlen. Der Verlag nun soll diese Schläger über einen längeren Zeitraum mit juristischem Beistand unterstützt haben, damit diese schließlich gegen ihren Auftraggeber aussagten.

Bereits im vergangenen Jahr gab es in der Chefetage der betroffenen Bauer Vertriebs KG Personalwechsel. Etliche Manager mussten ihre Schreibtische räumen. Derweil gibt es in der Vertriebs-Tochter nun eine neue Position. Christian Durbahn leitet jetzt die Bereiche Telefonmarketing, Vetreterwerbung und Werbender Buch- und Zeitschriftenhandel - also die Geschäfte an der Haustür und durch postalische Werbung. Diese Position gab es zuvor in dem Zuschnitt nicht. Bauer-Sprecher Michael Hentschel betont gegenüber DWLD.de, die Personalie stehe "nicht in direktem Zusammenhang mit irgendwelchen Geschichten, die die Hamburger Morgenpost zusammengebaut hat". Mit einem Verweis auf laufende Verfahren will der Verlag allerdings zu den aktuellen Vorwürfen keinerlei Stellung nehmen.

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