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Kritisch gesehen

Raab geschlagen: Kandidat gewinnt 1,5 Mio. Euro

von Thomas Lückerath
28.01.2007 - 12:11 Uhr

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ProSieben-Chef Andreas Bartl sprach kürzlich davon, "Schlag den Raab" könne das neue "Wetten, dass..?" werden. DWDL.de machte den Check...

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Foto: ProSiebenDass die dritte Ausgabe von ProSiebens neuer Samstagabendshow "Schlag den Raab" gegen "Deutschland sucht den Superstar" antrat, verleitet zu Vergleichen zwischen Stefan Raab und Dieter Bohlen, zwischen ProSieben und RTL. Dieses einmalige Quotenduell hatte Charme und ist gut für eine Schlagzeile. Spannender ist aber die Frage, ob "Schlag den Raab" das Potential zu einem dauerhaften Quotenhit hat oder - wie ProSieben-Geschäftsführer Andreas Bartl jüngst sagte - das neue "Wetten, das..?" werden könnte.

Was also bietet die Sendung aus Köln-Mülheim? An diesem Samstagabend mit einer zusätzlichen Eislaufbahn im Nachbarstudio und einer Biathlon-Aussenstrecke in jedem Fall ein aufwändiges Set und mit 1,5 Millionen Euro ein beachtliches Preisgeld, das selbst Günther Jauchs "Wer wird Millionär?" in den Schatten stellt - von "Wetten, dass" mal ganz abgesehen. Die Ausgangsvorrausetzungen sind also nicht die schlechtesten.

Das erste Mysterium der Sendung begrüßt die Zuschauer: Matthias Opdenhövel gelingen vereinzelt gelungene Sprüche und seine lockere Art ist immerhin weitaus angenehmer als manch angestrengter Moderationskollege. Und doch ist er sicher nicht das Glanzstück bei "Schlag den Raab" - und wird auch in der Regel übergangen. Im Mittelpunkt steht nun einmal Raab. Wenn daneben Mittelmaß moderiert, geht man kein Risiko ein.


Jetzt soll das aber nicht den Spaß verderben oder Opdenhövel demontieren: Mit so etwas wie Routine geht er die dritte Ausgabe von "Schlag den Raab" an, präsentiert mit Raab zusammen die fünf möglichen Kandidaten: Anders als bei den ersten beiden Sendungen wurden diesmal fünf Männer ausgesucht, die im Beruf oder Privatleben gezielt Kraft, Können oder Siegeswillen vorleben. Zur Auswahl standen Triathlet, Pilot, Marineoffizier, Steinhauer und ehemaliger Elitestudent.

Ob es am muskelgestählten nackten Oberkörper lag, dass die weiblichen Zuschauerinnen so zahlreich zum Hörer griffen? Gewählt wurde mit deutlichem Vorsprung Matthias Göbel, der ehemalige Elitestudent. Schon in der zweiten Show versuchte sich ein Elitestudent gegen Raab und verlor am Ende beim Billard. Matthias aber schlug sich besser - überhaupt war das Duell an diesem Abend deutlich ausgewogener.

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