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Mit etwas Verspätung hat nun auch der VPRT auf den Urteilsspruch reagiert, demzufolge ProSieben als bundesweiter Sender auch regional unterschiedliche Werbung ausstrahlen darf. Pikant: Im Privatsenderverband sind sowohl die privaten Fernsehkonzerne wie ProSiebenSat.1 als auch die regionale und lokale Radiosender vertreten. Klaus Schunk, Vorsitzender des Fachbereichs Radio und Audiodienste, warnt nun, dass die Programmvielfalt der Privatradios, die zum überwiegenden Teil aus den regionalen Märkten refinanziert wird, zur Disposition gestellt würde. Eine solche Öffnung sei zudem auch unter regulatorischen und rechtlichen Aspekten "vollkommen systemwidrig" und stelle die bisherige Medienordnung in den regionalen Räumen in Frage, schließlich hätten die Länder den privaten Radioveranstaltern hier umfassende Werbebeschränkungen auferlegt. "Der Spruch des Bundesverwaltungsgerichts weist jenseits der Sache auf massive Versäumnisse der Medienpolitik und deren gestalterischer Kraft hin. Wer regionale Vielfalt will, muss den lokalen und regionalen Hörfunkangeboten auch ein planerisch verlässliches Umfeld schaffen. Das ist umso dringender geboten, als technische Innovationen nicht warten, bis dringende politische Entscheidungen getroffen sind", so Schunk. Schunk fordert, dass die Gattung Radio im Rundfunkstaatsvertrag eigenständig behandelt wird. "Hierbei sollten die Sachfragen auch sachlich entschieden werden. Wir haben angesichts der Medienentwicklung um uns herum einfach nicht mehr die Zeit, Sachentscheidungen miteinander zu verknüpfen, um schlussendlich politische Kompromisse zu suchen."

radio ffn© radio ffn
Der niedersächsische Radiosender ffn hat sein Logo einem optischen Relaunch unterzogen: Nach 18 Jahren hat der sogenannte "ffn-Würfel" ausgedient. Farbe und Schriftzug sind zwar weitgehend gleich geblieben, allerdings wurde dem Logo jetzt das Wort "radio" hinzugefügt - und wie es Programmdirektorin Ina Tenz so schön formuliert: "Statt des undefinierbaren Kastens in der rechten oberen Ecke steht ffn jetzt mit einer Play-Taste da – und signalisiert damit seinen Status im digitalen Zeitalter." Die Überarbeitung des Logos wurde durch die LOOK! Werbeagentur in Hannover umgesetzt. Horst Richter, Geschäftsführer Kreation der Agentur: "Die große Wiedererkennbarkeit zu erhalten und gleichzeitig die Tür in eine visuelle Zukunft aufzustoßen, waren die Herausforderungen bei der Überarbeitung. Klare Linien, gepaart mit einem frischen Impuls, stärken die Strahlkraft und Eindringlichkeit des ffn-Logos."

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Eine neue Besetzung für die Morgenshow gibt's bei 94,3 rs2 in Berlin und Brandenburg: Gerlinde Jänicke ist nun wochentags zwischen 5 und 9 Uhr zu hören und wird dabei on air von Elke Martens, Tino Gasel, Alexander Purrucker und Felina Schmitz unterstützt. "Für jemanden, der diesen Beruf so liebt wie ich, ist es ein Geschenk in dieser Stadt eine Morgensendung zu moderieren", so Gerlinde Jänicke. "Ich freue mich auf das neue Team, auf viel Spaß mit den rs2-Hörern und auf tolle Überraschungen. Als Berliner Kind kann mir nichts Besseres passieren." Programmchef Rik De Lisle: "Gerlinde Jänicke ist eine echte Radio-Personality und Berlin ist eine Stadt, die mehr Personality im Radio verdient hat." Katrin Schifelbein kann dafür künftig länger schlafen und übernimmt die Sendung zwischen 9 und 11 Uhr. Mittags übernimmt Claudia Campus, am Nachmittag Patty Gerndt.

Logo: NDR© NDR
Der NDR schaltet seine Mittelwellensender am 13. Januar ab. Das einzige Programm, das noch über diesen Weg verbreitet wird, ist NDR Info Spezial, das damit aber nicht eingestellt wird, sondern via DAB+, übers Web, die NDR-Radio-App und auch via Satellit weiter verbreitet. Auf NDR Info Spezial sind unter anderem wichtige Bundestagsdebatten und Fußballspiele, die ARD-Infonacht und der Seewetterbericht zu hören. Durch die Abschaltung spart der NDR jährlich einen mittleren sechsstelligen Betrag, etwa durch wegfallende Kosten für Strom und den Betrieb der sendertechnischen Einrichtung. Die Mittelwellen-Technologie verbraucht vergleichsweise viel Strom, zugleich ist die Verbreitung noch nicht mal in Stereo möglich. Das eingesparte Geld will der NDR in die Verbreitung der Hörfunkprogramme im Digitalradio investieren.

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Elf Bewerber haben sich auf die von Antenne Niedersachsen zurückgegebenen UKW-Frequenzen in Bermen und Bremerhaven bei der brema beworben. Im Einzelnen sind das 89,0 RTL, Absolut Relax, JazzRadio, Klassik Radio, Paul (IDEE Medien Ltd), Peppermint.fm, Radio 21 Bremen, Radio B2, Radio Paradiso, Radio Teddy und Sunshine Live. Wer den Zuschlag erhält, soll vom Medienrat in den kommenden Wochen entschieden werden. Die Frequenz wird für zehn Jahre zugeteilt. Gesetzliche Auswahlkriterien sind u.a. die inhaltliche Vielfalt des Angebots, der Beitrag zur Vielfalt des Gesamtangebots im Lande Bremen, der Anteil von Eigen- und Auftragsproduktionen und der Umfang an lokaler und regionaler Information. Auch in Merzig im Saarland wird eine UKW-Frequenz neu vergeben. Hier gibt es zwei Bewerber: die Central FM Media GmbH für das Hörfunkspartenprogramm "Radio Saarschleifenland" und die Radio Merzig 105,1 UG für das Hörfunkvollprogramm "Radio Merzig".