Sports-Update vom 4. März

Basketball im Sinkflug, Sullivan scherzt über Werbung

von Alexander Krei
04.03.2013 - 12:13 Uhr

Tools

Social Networks

 

Die Quoten der dritten Basketball-Übertragung bei kabel eins fielen schlecht aus - erneut wurden zum Teil nicht mal zwei Prozent Marktanteil erzielt. Derweil gibt sich Sky-Chef Brian Sullivan mit der Live-Werbung äußerst zufrieden.

  • Brian Sullivan
    © Sky
    In der vergangenen Woche hat Sky bekanntlich seine Geschäftszahlen für 2012 präsentiert - mit 3,36 Millionen Abonnenten steht der Bezahlsender inzwischen besser da als das viele Experten vor wenigen Jahren erwartet hätten. "Wir werden weiter wachsen, vielleicht sogar noch ein wenig schneller als 2012, sobald wir über die volle Exklusivität unserer Bundesliga-Rechte verfügen", sagte Brian Sullivan, Chef von Sky Deutschland, nun einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Angesichts der hohen Summen, die Sky in den kommenden Jahren für die Bundesliga auf den Tisch legen muss, ist das aber auch dringend nötig. Mit dem Live-Werbespot zeigte sich Sullivan derweil zufrieden. "Die Aufmerksamkeit war groß, die Resonanz überwältigend, und wir hatten Glück", so der Sky-Boss. "Normalerweise schalten Zuschauer bei der Werbung eher weg, in diesem Fall aber sind offenbar viele drangeblieben. Bessere Werbung für Sky kann es kaum geben." Und er scherzt: "Nächstes Mal müssten die anderen Sender für unsere Werbespots zahlen."
  • Sarah Valentina Winkhaus
    © Sky
    Sky Italia hat sich für seine Formel-1-Berichterstattung Unterstützung aus Deutschland geholt. Sarah Valentina Winkhaus, die für den deutschen Sky-Ableger unter anderem die Sendung "Making Of" präsentiert, wird ab der kommenden Saison auch für die italienischen Kollegen im Einsatz sein. Als Hauptmoderatorin des neuen Kanals Sky Sport F1 HD wird sie gemeinsam mit Experten wie Ex-Formel1 Weltmeister Jacques Villeneuve und Ferrari-Fahrer Marc Gené pro Grand Prix an vier Tagen von der Rennstrecke berichten. Mitte März wird sie beim Großen Preis von Australien in Melbourne ihren ersten Einsatz haben.
  • RTL Logo
    © RTL
    Während sich Sky im Motorsport-Bereich weiterhin auf Formel 1 und GP2 konzentriert, wird RTL sein Engagement in der neuen Saison ausbauen. Nach einigen Jahren Pause holt der Kölner Sender nämlich die Rallye-Weltmeisterschaft zurück ins Programm. Insgesamt sind acht Magazin-Sendungen geplant, in denen die Höhepunkte aufbereitet werden sollen. Los geht es am 16. und 17. März jeweils um 5:30 Uhr vor der Berichterstattung der Formel 1, danach sind die weiteren Ausgaben jeweils an einem Formel-1-Samstag unmittelbar vor dem Qualifying geplant. Zudem nimmt RTL auch die neue FIA GT-Series und die Blancpain Endurance Series für Oberklasse-Sportwagen ins Programm.
  • Dirk H. Walsdorff
    © RBB/Oliver Ziebe
    Dirk H. Walsdorff
    ist seit dem 1. März neuer Leiter der Sportredaktion beim RBB. Er ist auf dieser Position Nachfolger von Katrin Günther, die seit Beginn dieses Jahres den Programmbereich Service und Sport führt. Der gebürtige Berliner arbeitete in der Vergangenheit für den Privatsender 94,3 r.s.2 und kam 2005 in die RBB-Sportredaktion. Für den RBB moderiert er regelmäßig die Inforadio-Bundesligasendung und berichtet für den ARD-Hörfunk von Großveranstaltungen wie der Fußball-EM und den Olympischen Spielen in London. Katrin Günther: "Dirk Walsdorff ist für uns wie ein Hattrick im Fußball: Er hat beste Verbindungen in die ARD, vernetzt schon heute, Radio, Fernsehen und Online und vor allem: Er liebt den Sport und die Region, für die wir senden."
  • Sport1
    © Sport1
    Hagebaumarkt wird künftig in verschiedenen Fußball-Umfeldern auf Sport1 werben. Eine mehrjährige Kooperation der ZEUS Zentrale für Einkauf und Service mit Constantin Sport Marketing wurde nun verlängert.
    Die Marke Hagebaumarkt soll fortan in klassischen Diary Spots bei Formaten wie dem "Doppelpass", Bundesliga aktuell" oder "Hattrick" platziert werden. ZEUS ist bereits seit 2005 in Umfeldern des Senders mit Exklusiv-Platzierungen vertreten. Beraten wird ZEUS hierbei durch die Agentur JOM Jäschke Operational Media.

Sport in Zahlen

  • ran - Sat.1 Fußball
    © DWDL/Sat.1
    Hat Basketball bei kabel eins noch eine Zukunft? Auch die Quoten der dritten Live-Übertragung ließen am Sonntag zu wünschen übrig. Gerade mal 190.000 Zuschauer verfolgten das erste Viertel des Spiels zwischen FC Bayern und den Brose Baskets Bamberg - beim Gesamtpublikum lag der Marktanteil mit 1,3 Prozent meilenweit unter dem Senderschnitt und auch in der Zielgruppe lief es mit nur 1,9 Prozent nicht gerade besser. Immerhin: Im Laufe des Spiels zog das Interesse ganz leicht an. Das letzte Viertel steigerte sich auf 2,5 Prozent und lockte 270.000 Basketball-Fans vor den Bildschirm. Doch das ist natürlich viel zu wenig für die Ansprüche von kabel eins. Kommentator Frank Buschmann reagierte auf Facebook entsprechend gefrustet: "Natürlich werde ich den Kampf für Basketball nicht aufgeben, aber solche Quoten sind einfach ernüchternd."
  • Sportschau
    © WDR
    Auf die Biathleten war am Wochenende einmal mehr Verlass: Den Massenstart der Damen verfolgten am Sonntagvormittag im Schnitt 3,68 Millionen Zuschauer, die dem Ersten einen starken Marktanteil von 26,7 Prozent bescherten. Den Lauf der Herren sahen später ähnlich viele Fans: 3,77 Millionen Zuschauer bedeuteten auch hier sehr gute 22,8 Prozent. Gut lief es dazwischen aber auch für andere Sportarten: Den Super-G der Damen verfolgten ab 12:14 Uhr noch 3,38 Millionen Zuschauer, sodass der Marktanteil mit 23,3 Prozent auch hier sehr gut ausfiel.
  • Sky
    © Sky Deutschland
    Sky
    hat am Wochenende mit der Bundesliga-Konferenz mal wieder einen zweistelligen Marktanteil erzielt: 10,9 Prozent betrug der Marktanteil in der Zielgruppe. Insgesamt sahen 1,16 Millionen Zuschauer am Samstagnachmittag zu. Das Spiel des FC Bayern in Hoffenheim schrammte dagegen knapp an der Millionenmarke vorbei: 940.000 Zuschauer verfolgten am Sonntag um 15:30 Uhr die Live-Übertragung, in der Zielgruppe lag der Marktanteil bei sehr guten 7,7 Prozent. Das Unentschieden zwischen Düsseldorf und Mainz konnte dagegen nicht mithalten, schlug sich mit 640.000 Zuschauern und einem Marktanteil von 3,8 Prozent beim jungen Publikum noch recht wacker.

Kommentare zum Artikel