Sports-Update vom 8. April

Sky: Erst Meister-Rekord, dann neues Konzept?

von Alexander Krei
08.04.2013 - 09:43 Uhr

Tools

Social Networks

 

Bayern ist Meister und hat Sky einen neuen Quoten-Rekord beschert. Dennoch könnten ab der neuen Saison Veränderungen ins Haus stehen. Außerdem: Thomas Bellut will erneut die Champions League und die ARD streitet mit Basketballern.

  • Sky
    © Sky
    In der Bundesliga-Berichterstattung von Sky stehen möglicherweise Veränderungen an. Einem Bericht von "SportBild Plus" zufolge denkt der Bezahlsender gerade über den Bau eines neuen Studios in München nach, aus dem mit Beginn der neuen Saison zwischen 14 und 21 Uhr mit Moderatoren-Paaren gesendet werden könnte. In diesem Zusammenhang könnte auch die Berichterstattung zum Topspiel mit der bisherigen Vierer-Runde wegfallen - was auch den Vorteil hätte, dass im Studio bessere technische Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Mit der Champions League hat Sky diesbezüglich bereits gute Erfahrungen sammeln können. Entschieden ist aber angeblich noch nichts, sodass am Ende auch alles bleiben könnte wie bisher. Kein Wunder, denn immerhin scheint den Zuschauern das aktuelle Konzept durchaus zu gefallen. Bei Sky wollte man sich gegenüber DWDL.de zu den Spekulationen nicht äußern.
  • Bundesliga
    © DFL
    Zum Ende der Fußball-Saison wird Sky sein Programm im Umfeld der Spiele verändern - anders als im vergangenen Jahr wird es allerdings keine XXL-Ausdehnung geben. Die Vorberichterstattung beginnt an den letzten beiden Spieltagen wie gewohnt um 14:30 Uhr, im Anschluss an "Alle Spiele, alle Tore" geht diesmal um 19:00 Uhr allerdings die Diskussionsrunde "Sky 90" auf Sendung. Vor einem Jahr hatte der Bezahlsender seinen Fußball-Talk zum Saisonende noch sonntags um 10:30 Uhr gegen den "Doppelpass" von Sport1 programmiert. Die Sportshow "Samstag Live" mit Oliver Pocher, die sonst samstags nach dem Topspiel gesendet wird, läuft im Gegenzug schon am 32. Spieltag zum letzten Mal. Im Ersten beginnt die "Sportschau" an den letzten beiden Spieltagen schon um 17:30 Uhr.
  • ZDF-Intendant Thomas Bellut
    © ZDF/Carmen Sauerbrei
    In der vergangenen Woche sahen mehr als neun Millionen Zuschauer das Champions-League-Spiel der Dortmunder in Malaga - neuer Saison-Rekord. Und doch kommen immer wieder kritische Stimmen auf, weil das ZDF angeblich 54 Millionen Euro pro Saison für die Rechte auf den Tisch legt. ZDF-Intendant Thomas Bellut hat den Erwerb im "Focus" nun erneut verteidigt. Zugleich kündigte er an, die Rechte ab der Saison 2015 erneut kaufen zu wollen. "Ich möchte die Champions League weiter im Programm haben." Die Champions League habe beim ZDF 30 Prozent mehr Zuschauer als sie bei Sat.1 hatte. "Es hat sich enorm gelohnt", so Bellut.
  • Foto: NDR
    © NDR
    ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky
    hat sich gegen Kritik aus der Basketball-Bundesliga (BBL) gewährt, wonach die Basketballer bei den Öffentlich-Rechtlichen zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. "Ich verwehre mich gegen diese Kritik. Das ist absurd", sagte Balkausky und sieht den Grund nicht zuletzt bei der BBL selbst: "Die Liga soll ihre Aufgaben machen." Es gebe zudem keinen Automatismus, dass man bei der Übertragung einspringen müsse. Zuletzt hatte kabel eins neben Sport1 einige Spiele der Basketball-Bundesliga übertragen - allerdings ohne jeglichen Erfolg.
  • Sky Media Network
    © Sky Media Network
    Sky
    hat seit diesem Monat mit dem Smartphone-Anbieter HTC einen neuen Partner gewonnen. Die Zusammenarbeit, die mit den beiden Viertelfinalspielen von Champions League und Europa League begann, dauert zunächst bis zum Ende der Saison. Die Kreation und Produktion wurde in enger Abstimmung mit HTC von der Special Unit Brand Consulting von Sky Media Network entwickelt und wird sowohl über klassische Spots als auch durch Sonderwerbeformen umgesetzt. "HTC erreicht mit seinem Maßnahmenpaket rund um die entscheidenden Spieltage eine hoch attraktive Zielgruppe und einen enormen Aufmerksamkeitswert", so Martin Michel, Geschäftsführer des Sky-Vermarkters Sky Media Network. "Die plattformübergreifende Kampagne, zu der insbesondere maßgeschneiderte Sonderwerbeformen zählen, ermöglicht eine präzise Ansprache der Zielgruppen und die Herstellung einer hohen persönlichen Relevanz."

Sport in Zahlen

  • Sport1
    © Sport1
    Seit der vergangenen Woche zeigt Sport1 am Vorabend sein neues "Laufband-Quiz". Einen Befreiungsschlag brachte das Format am Vorabend allerdings bislang nicht. Mit 70.000 Zuschauern und einem Marktanteil von 0,7 Prozent in der Zielgruppe startete die Sendung am vorigen Dienstag zumindest solide, doch die beiden weiteren Folgen taten sich schon deutlich schwerer. Die zweite Ausgabe kam auf 50.000 Zuschauer, am Donnerstag waren sogar schon nur noch 40.000 Zuschauer dabei. In der Zielgruppe sackte der Marktanteil zunächst auf magere 0,2 Prozent ab, konnte sich mit der dritten Folge aber zumindest auf 0,4 Prozent steigern. Ein Erfolg sieht aber gewiss anders aus.
  • Sky
    © Sky Deutschland
    Mit 5,71 Millionen Zuschauern verzeichnete die Bundesliga-"Sportschau" am Samstag im Ersten eine der höchsten Reichweiten der laufenden Saison. Hilfreich war dabei ganz sicher der nun unter Dach und Fach gebrachte Meistertitel des FC Bayern. Bei Sky gab's am Nachmittag sogar einen neuen Rekord: 1,45 Millionen Fans entschieden sich für Einzelspiele oder Konferenz - die vielen Zuschauer in Kneipen und Bars noch gar nicht mitgerechnet. Schon beim Gesamtpublikum lag der Marktanteil bei 10,2 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 12,0 Prozent erzielt. Das Spiel zwischen Hamburg und Freiburg erreichte später noch 710.000 Zuschauer und gute 3,9 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Heino wollten bei "Samstag Live" ab 20:35 Uhr dann nur noch 80.000 Zuschauer sehen. Mehr als ein Marktanteil von 0,4 Prozent beim jungen Publikum war nicht drin.

Kommentare zum Artikel