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AKTUELLE UND KINDERZEITSCHRIFTEN VORN

IVW 4/2007: Programmies und Frauentitel im Sinkflug


(14.01.2008) Laut der aktuellen IVW-Analyse haben es die Programmzeitschriften nach wie vor schwer. Auch die Frauenzeitschriften haben große Einbußen zu beklagen. Auf dem absteigenden Ast sitzt weiterhin auch Springers "Bild". Ein Titel hingegen kann jubeln: Nach dem Relaunch wurde die Auflage verdoppelt.

Bild: Cultfish MediaSeit Montag Mittag liegen die aktuellen IVW-Zahlen vor und damit sind die Verkaufszahlen von Zeitungen und Zeitschriften nun auch für das vierte und letzte Quartal des kürzlich abgelaufenen Jahres verfügbar. Und es zeigt sich einmal mehr: Glitzergeschichten um Stars und Sternchen in kompakter Form verkaufen sich bestens.

So konnte Klambt-Vorzeigeobjekt "in - das Starmagazin" die herausragenden Werte des dritten Quartals 2007 zwar nicht erreichen, übertraf das Vorjahresergebnis allerdings um 27,9 Prozent. Mit einem Plus von 42.377 Heften verkaufte Klambt im letzen Viertel des Jahres 2007 194.202 Exemplare - im dritten Quartal waren es allerdings noch 255.068. Auch Bauers Billig-Klatsch-Blatt "Intouch" konnte trotz Verlusten gegenüber dem dritten Quartal das Vorjahresergebnis überbieten. Die 41.779 mehr verkauften Exemplare als in 2006 machen ein Plus von 16,8 Prozent aus. Die Gesamtauflage lag bei 291.173 Exemplaren.


Auch "Vanity Fair" konnte im vierten Quartal - nicht zuletzt wegen verschiedener Marketingaktionen - die Auflage gegenüber den Monaten Juli bis September um 16.657 Exemplare steigern. Leicht nach oben ging es auch für die "Park Avenue". Der Gruner + Jahr Monatstitel kommt nun auf eine Auflage von 94.548 Exemplaren. Eine leichte Steigerung gegenüber den 91.129 Exemplaren im dritten Quartal 2007.

Das gesamte Segment der aktuellen Zeitschriften gehört mit seinem Zuwachs um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum schon zu den größeren Gewinnern der aktuellen IVW-Analyse. Leicht nach oben ging es bei den Flaggschiffen in diesem Segment für den "Focus" mit einem Plus von 0,9 Prozent. Abwärts ging es im Vorjahresvergleich indes für "Spiegel" (-1,9 Prozent) und "Stern" (-0,3 Prozent)

Nach wie vor düster sieht es aus bei den wöchentlichen Frauenzeitschriften. Das Segment ging gegenüber dem Vorjahresquartal um 7,7 Prozent zurück. Außer bei "Freizeit Revue", "Schöne Woche" "Woche der Frau" und "7 Tage" ging es für die übrigen gelisteten Titel bergab. Kaum Gewinner lassen sich auch bei den monatlichen Frauenzeitschriften finden. Als Primus sticht hier "Amica" mit einem Plus von 13.123 Exemplaren gegenüber dem Vorjahreszeitraum hervor, was einen Zuwachs um 9 Prozent bedeutet. Das Segment büßt 2,2 Prozent ein.

Ein ähnliches Bild zeigt sich - wie auch schon im dritten Quartal - bei den Programmzeitschriften: Einzig die Titel "TV Direkt" und "TV Digital" konnten ihre Auflage steigern. Für den Rest ging es bergab. Auch die als Hoffnungsträger verehrten Pocket-Titel brachen durch die Bank ein. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum schrumpft das Genre um 5,1 Prozent.

Keine Freude dürften die aktuellen Zahlen auch bei Kai Diekmann auslösen. Auch im vierten Quartal ging die Auflage der "Bild" gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Nachdem der Springer Verlag im dritten Quartal einen Rückgang um 4,5 Prozent zu beklagen hatte, sank die Auflage in den Monaten Oktober bis Dezember gegenüber dem Vorjahr um 3,2 Prozent - es wurden 111.073 Zeitungen weniger verkauft.

Zu den Gewinnern zählt indes das Segment der Kinderzeitschriften. Der Zuwachs in diesem Bereich um 22,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist unter anderem allerdings der Tatsache geschuldet, dass fünf neue Titel in die Analyse mit aufgenommen wurden. Darunter auch zwei reichweitenstarke Titel um "Prinzessin Lillifee".

Als Erfolg kann laut den aktuellen IVW-Daten auch die Umpositionierung der "Chica" gewertet werden, die im dritten Quartal überarbeitet an den Kiosk kam: Das Blatt, das sich seitdem mit veränderten Inhalten an eine ältere Zielgruppe richtet, konnte die Auflage auf nun 173.799 Exemplare mehr als verdoppeln. Die 95.181 mehr verkauften Exemplare als im Vorjahrezeitraum bedeuten ein Plus von 121,1 Prozent.

Das Medienmagazin DWDL.de bietet auf den folgenden Seiten die ausführlichste und schnellste Analyse der wichtigsten Daten der IVW-Zahlen für das vierte Quartal 2007. Wir geben die schnelle Übersicht über eine Auswahl von mehr als 340 Publikumstiteln mit ihrer aktuellen Auflage und den Gewinnen und Verlusten:




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