Foto: Photocase/simmelDie Spiegel-Gruppe verabschiedet sich von ihren Plänen für einen Fußball-Sender. Bei der Vergabe des Produktionsauftrages für die Bundesligaübertragung via IPTV hat die Deutsche Telekom in der vergangenen Woche der Constantin Medien den Zuschlag gegeben. Auch beim Spiegel-Verlag hatte man sich um dieses Projekt beworben. Im Vorfeld wurde dafür eigens eine Zulassung für den Fernsehkanal Die Liga + beantragt (DWDL.de berichtete).

"Wir werden Die Liga+ nicht weiter vorantreiben", sagte eine Spiegel-Sprecherin dem Branchendienst "Medienbote". Wie man im Unternehmen auf DWDL.de-Nachfrage allerdings betont, stehe der Rückzug aus dem Fußball-Vorhaben entgegen anders lautender Berichte in keinem Zusammenhang mit einem Umsatzrückgang des Verlags. Vielmehr sei die Lizenz für Die Liga+ vorsorglich beantragt worden, falls der Zuschlag für die Telekom-Übertragung an das Hamburger Unternehmen gegangen wäre.
 

 

Mehr zum Thema:

Freilich würde ein Liga-Sender ohne die entsprechenden Inhalte - sprich: Bundesliga-Übertragungen - auch wenig Sinn ergeben. Dennoch ist bei der Spiegel-Fernsehtochter Spiegel TV derzeit kein Stillstand angesagt. Im Sommer startet - zunächst über die Premiere-Plattform - der neue Sender Spiegel Geschichte, der als Joint Venture mit der Firma Autentic von Jan Mojto und Ex-Discovery-Boss Patrick Hörl, aus der Taufe gehoben wird.