Inhalte Panorama US-Update DWDL.de Thema
 
Quotenanalysen Top20 vom Vortag Tagesmarktanteile Quotentipp 2.0 Quotenprognose
 
Wirtschaft Politik Personalien
 
        Sie sind hier: Startseite » News » Inhalte » "Aus und vorbei: Raab gibt der ARD einen Korb"
Foto: ProSieben/Michael Bernhard
© ProSieben/Michael Bernhard
ZUKUNFT DES ESC

Aus und vorbei: Raab gibt der ARD einen Korb


(22.05.2009) Nun ist es endgültig: Es wird beim "Eurovision Song Contest" keine Kooperation zwischen der ARD und Stefan Raab geben. Nachdem sich die ARD zu Beginn der Woche nicht dazu durchringen konnte, grünes Licht zu geben, hat nun Stefan Raab keine Lust mehr. Auch bei der ARD selbst äußert man für diese Entscheidung Verständnis.

Eurovision Songcontest Moscow 2009
© EBU
Die Blamage für die ARD ist perfekt: Nachdem sich am Montag und Dienstag die ARD-Programmdirektoren nicht dazu durchringen konnten, dem eigentlich fertigen Konzept eines gemeinsam von ARD und ProSieben ausgerichteten Vorentscheids zum "Eurovision Song Contest" zuzustimmen und am Mittwoch sich dann auch in der ARD-Intendantenrunde keine Mehrheit fand, ist der Deal nun endgültig geplatzt.

Am Donnerstag hatte die ARD Meldungen über ein Aus für die geplante Kooperation noch dementiert. Erstmals bezeichnete die ARD in einem offiziellen Statement die geplante Zusammenarbeit mit Stefan Raab beim Eurovision Song Contest als "reizvoll". Dass es noch kein grünes Licht gab liege lediglich an einigen offenen Fragen, die man aber schnell klären wolle. Das kann sich die ARD nun aber sparen: Denn nun hat ihr Wunschpartner Stefan Raab keine Lust mehr auf eine Kooperation.



Mehr zum Thema
Raab/ARD: Kooperation doch noch nicht vom Tisch
"ESC": ARD/ProSieben-Kooperation vorerst geplatzt
Raab oder nicht? Vorerst nur beredtes Schweigen
Pro7/ARD: Kooperation bei ESC schon beschlossen?
"ESC": ARD berät über Kooperation mit ProSieben
 

In einem Interview, das in der kommenden Ausgabe des "Spiegel" erscheinen wird und aus dem Spiegel Online nun vorab Auszüge veröffentlichte, macht Raab unmissverständlich deutlich: "Die Entscheidungswege in der ARD sind derart kompliziert, dass sie mit unserer Arbeitsweise nicht vereinbar sind. Unser Song Contest heißt Bundesvision Song Contest". Dabei sei man ursprünglich vom NDR um Hilfe gebeten worden und habe auch ein schlüssiges Gesamtkonzept vorgelegt - das die große ARD-Runde dann aber nicht akzeptieren wollte.

Inzwischen hat sich auch ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber, der die Pläne für die Kooperation mit Stefan Raab angestoßen hatte, zur Absage Raabs geäußert. Er betonte nochmal, dass der NDR gerne mit Stefan Raab zusammengearbeitet hätte - kann ihm seinen Rückzieher nach dem langen Hin und Her aber offenbar auch nicht übel nehmen. "Für die Absage von Stefan Raab haben wir Verständnis. Wir müssen sie akzeptieren.", so Schreiber. 

Wie es bei der ARD mit dem deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest nun weitergehen soll, ist völlig offen. Auch wenn dort die Devise in Anlehnung an Oliver Pochers Abgang nun lauten dürfte "Ohne Raab geht's auch": Die monatelangen Planungen unter der Führung von Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber sind nun obsolet - und ob der NDR nun ohne weiteres einen Plan B aus der Tasche ziehen kann, ist unklar. Den erneuten Verzicht auf einen öffentlichen Vorentscheid wie in diesem Jahr hatte der Sender im Vorfeld eigentlich augeschlossen - ein "Weiter so" wie in den Jahren zuvor allerdings auch.




NEUE MELDUNGEN MEISTGELESEN   
Die neuesten Meldungen der DWDL.de-Redaktion
Newsticker Die ARD und ein fast unmoralisches Angebot an Raab
Newsticker KDG-Börsengang: Millionen-Geschäft für Manager
Newsticker Verkauf der Nürnberger "Abendzeitung" erlaubt
Newsticker Weitere kabel eins-Serie enttäuscht zum Auftakt
Newsticker Formel 1: Spitzen-Start schon für's Qualifying
Newsticker Nur ProSieben bleibt den Superstars auf den Fersen
Newsticker NRW-Schüler warten auf versprochene Zeitungen
Newsticker ZDF-Streit: Beck plant Alleingang für den Notfall
Newsticker Internetfernsehen: Telekom will Sky überholen
Newsticker Flop-Freitag: "Pocher Show" schwach wie nie

Weitere Themen auf DWDL.de