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Bei RTL müssen rund 20 Mitarbeiter gehen


(09.06.2009) Zu teuer, zu wenig zu tun: Weil im RTL-Programm über die Jahre hinweg immer weniger fiktionale Programme aus eigener Herstellung zu sehen sind, streicht der Sender die entsprechende Abteilung zusammen. Bis zum Jahresende müssen rund 20 Mitarbeiter gehen.

Anke Schäferkordt
© RTL
Mehr oder weniger aufgelöst werden bei RTL die Bereiche Fiction und Sitcom. Zum Jahresende entlässt der Sender nahezu alle der rund 20 Mitarbeiter beider Abteilungen. Wie viele Stellen genau gestrichen werden, ist derzeit noch nicht bekannt, da die entsprechenden Gespräche erst am heutigen Dienstag begonnen haben, wie der Sender mitteilt. Fest steht bereits jetzt, dass sich künftig Fiction-Chefin Barbara Thielen um die redaktionellen Aufgaben der Abteilungen kümmern soll. Wie groß das Team sein wird, das Thielen künftig unterstützt, ist derzeit noch nicht klar.

Die Maßnahme könnte unter Umständen auch mit einer Umstrukturierung einhergehen, zumal die Abteilung Sitcom derzeit noch im Bereich Comedy angesiedelt ist. Bei RTL begründet man den Stellenabbau mit der rückläufigen Anzahl fiktionaler Eigenproduktionen. Damit habe sich der redaktionelle Arbeitsaufwand für diesen Programmbereich reduziert. Zudem mache die derzeitige wirtschaftliche Entwicklung die Refinanzierung überdurchschnittlich teurer Programmgenres immer schwieriger.
 
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Laufende Programme seien von der Maßnahme nicht betroffen, teilt der Sender mit. Bei der Betreuung bestehender Formate und der Entwicklung neuer Sendekonzepte will sich der Sender künftig mit freien Redaktionsberatern verstärken.  Mit den Mitarbeitern, von denen sich RTL nun verabschiedet, werden derzeit entsprechende Gespräche geführt. Auch der Einsatz der betroffenen Fiction-Mitarbeitern in anderen Bereichen der Unternehmensgruppe werde geprüft.

Anke Schäferkordt, Geschäftsführerin der Mediengruppe RTL Deutschland, betont, das fiktionale Unterhaltung auch in Zukunft einen hohen Stellenwert im RTL-Programm haben werde. "Die reduzierte Besetzung spiegelt den redaktionellen Betreuungsaufwand unserer aktuellen und zukünftigen Serien, Sitcoms und TV-Movies wider. Sie entspricht zudem unserem geänderten Bedarf an Neuentwicklungen und verschafft uns die notwendige, programmliche Flexibilität. Ich bin mir bewusst, dass dies eine kritische Entscheidung für die betroffenen Mitarbeiter bedeutet, zu der es aber auch nach reiflicher Überlegung in der aktuellen Marktsituation keine Alternative gibt. Die Kolleginnen und Kollegen werden wir intensiv bei der Neuorientierung unterstützen“, so Schäferkordt.



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