Jan HoferIm "Focus" sagte Hofer, einer der Prominenten, der in dem schlecht aus den USA kopierten Wahlboykott-Spot zu sehen ist: "„Gerade die geringe Wahlbeteiligung auch in Deutschland erschreckt mich."“ Deshalb habe er an der Video-Aktion teilgenommen. Zu sehen ist im Internet bislang nur der Anfang der Onlinebotschaft (DWDL.de berichtete), der für viel Verwirrung sorgte - wegen seiner zweifelhaften Machart. Hofer verwies auf den zweiten Teil des Videos, der am Dienstag enthüllt werden soll.

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Dass es einen zweiten Teil des Videos geben würde, war allerdings nicht von Anfang an klar und ersichtlich. Davon auszugehen, dass die Mehrheit der Internetnutzer schon darauf kommen wird, dass es noch eine Auflösung geben werde - eine gewagte Annahme. Und anders als im US-Original dieser Kampagnenidee werden Politiker und die Politik im Allgemeinen im ersten Teil des deutschen "Nicht wählen"-Spot regelrecht beleidigt und mit deutlichen Worten abgelehnt. Von Ironie keine Spur. Fraglich, wie der zweite Teil des Spots da noch die Kurve zu einem intelligenten Wahlaufruf kriegen will.
 


Bis dieser zweite Teil des Spots erscheint, liefern die teilnehmenden Prominenten bei YouTube eine Steilvorlage für Wahlverweigerer oder radikale Parteien, die den Spot als Aufruf zu alternativen Wegen und Möglichkeiten fehlinterpretieren. Dies ist eine zweifelhafte Nebenwirkung der Kampagne, die sich in den Web-Kommentaren zwischen zahlreicher Kritik an der billigen Kopie der US-Kampagne findet. Die nicht berücksichtigt zu haben oder aber nicht verstehen zu können, zeugt dann eher von der Naivität manches Teilnehmers dieser Aktion.