Nach einer jahrelangen Kooperation mit "Shortnews" beendete stern.de im März 2007 die Kooperation überraschend und kündigte an, nun selbst eine eigene News-Community auf die Beine stellen zu Wollen. Drei Monate später erblickte das "Tausendreporter" getaufte Angebot dann auch endlich das Licht der Welt.
Die Nutzer konnten dort interessante Nachrichten aus dem Web einstellen, kommentieren und anderen Nutzern weiterempfehlen. Dazu konnte man für interessante Links von anderen abstimmen und sie so im Ranking weiter nach oben bringen. Vom Konzept her glich "Tausendreporter" dem amerikanischen Digg.com, das allerdings vor "stern.de" auch schon einige andere hierzulande kopiert hatten, darunter "Webnews".
Angesichts zahlreicher solcher Klone konnte sich "Tausendreporter" nie durchsetzen, die Zahl der neuen Artikel blieb überschaubar, die Zahl der Votes, die den eigentlichen Reiz des Ganzen ausmachen, weil nur so die interessanten Themen herausgefiltert werden können, noch überschaubarer. Für die Top-News in diesem Monat wurde ganze neun Mal abgestimmt.
Angesichts dessen erscheint es eher überraschend, dass stern.de so lange an "Tausendreporter" festgehalten hat, als dass nun der Stecker gezogen wird. Die Nutzer werden derzeit per E-Mail über die bevorstehende Abschaltung informiert. In einem "kress"-Interview hatte Chefredakteur Thomsen das Aus kürzlich mit dem nicht ausreichenden Qualitätslevel der Beiträge begründet. "Tausendreporter" ist damit schon das zweite Portal, das auf Nutzerbeteiligung setzte, von dem sich stern.de innerhalb kurzer Zeit trennt. Kürzlich ging auch schon augenzeuge.de offline. Dort sollten Hobby-Fotografen Bilder aktueller Ereignisse online stellen.
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