Foto: Uwe VölknerNachdem bereits die Jugendschützer der KJM die Sendung ins Visier genommen haben, will auch Norbert Schneider, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW (LfM), gegen das Kampfsportformat "Ultimate Fighting" beim Sportsender DSF vorgehen. "Ich glaube nicht, dass man hinnehmen muss, wenn im Fernsehen Bilder zu sehen sind, wie sich die Menschen halbtot schlagen", sagte Schneider laut "Süddeutscher Zeitung" beim Jahresempfang der LfM in der vergangenen Woche.

Daher solle nun ein Verfahren angestrengt werden, kündigte Schneider an. Welches Verfahren die Medienwächter genau anstrengen werden, ist derzeit noch nicht bekannt. Eine der Möglichkeiten wäre eine Programmbeschwerde, über die dann die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) zu befinden hat. Für Schneider ist der Fall allerdings klar: "In diesem Fall kommen wir ohne Gutachten aus", sagte Schneider.
 

 

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Der Vorstoß Schneiders geht einher mit der Einschätzung von Wolf-Dieter Ring, Chef der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), in der auch die KJM angesiedelt ist. In seiner Funktion als KJM-Vorsitzender sagte Ring kürzlich: "Anders als bei regulären Kampfsportarten erlaubt ein fragwürdiges Reglement hier, auf einen bereits am Boden liegenden Gegner noch weiter einzuschlagen". Es stelle sich die Frage, "ob tatsächlich im Fernsehen gezeigt werden muss, wie gesellschaftlich anerkannte Gewalttabus gebrochen werden." Eine rechtliche Handhabe für den Jugendschutz sieht man hier allerdings nicht.