Bild: Süddeutsche ZeitungDie Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Chefredakteur der "Süddeutschen Zeitung", Hans Werner Kilz, läuft. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" in einer Vorabmeldung berichtet, läuft es dabei nun auf einen Kandidaten aus dem eigenen Haus hinaus.

"Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo will jedenfalls nicht neuer Chefredakteur der "SZ" werden. Er selbst hatte jedoch bereits im vergangenen Jahr betont, bei der "Zeit" bleiben zu wollen. "Bitte keine neuen Legenden. Es gibt nicht einmal den Ansatz eines Gesprächs. Und ich habe auch nicht vor, meine Zeitung zu verlassen", so im März vergangenen Jahres im "Spiegel". Nach längerer Bedenkzeit habe der der Journalist, der seine Karriere bei der "SZ" begann, abgesagt, heißt es laut "Spiegel" in Verlagskreisen.



Experten gesucht!

Di Lorenzo war Wunschkandidat der Redaktion wie auch des neuen Mehrheitseigentümers, der Südwestdeutschen Medien Holding (SWMH) aus Stuttgart. Aussichtsreich sind nun offenbar die Chancen der beiden Kilz-Vertreter Kurt Kister und Wolfgang Krach. Laut "Spiegel" sind aber auch Innenpolitik-Chef Heribert Prantl, Außenpolitik-Chef Stefan Kornelius und Wirtschafts-Chef Ulrich Schäfer in der Diskussion des Herausgeberrats.

Die Redaktion ist in der Frage übrigens nicht machtlos. Die "SZ" hat ein Statut, das der Redaktion Mitsprache bei der Besetzung des Chefredakteurspostens einräumt. Der Herausgeberrat sucht zwar den Chefredakteur. Sind aber zwei Drittel der leitenden Redakteure gegen einen Vorschlag, fällt er durch.