Der elektrische Reporter Mario SixtusMario Sixtus und Julius Endert haben ihrem Format "Elektrischer Reporter" eine Pause verordnet. Die aktuelle Episode des Formats, das alle zwei Wochen mit einer neuen Folge im ZDFinfokanal und im Internet aufwartet, ist die vorerst letzte. Das gab Mario Sixtus am Freitag auf der Internetseite der Produktionsfirma Blinkenlichten bekannt, die den "Elektrischen Reporter" herstellt.

Für ein vorübergehendes Aussetzen des Formats nennt Sixtus vor allem zwei Gründe: "Nach dreieinhalb Jahren ging mir die Kunstfigur 'Elektrischer Reporter', also dieser Typ, der hölzern verschwurbeltes Fernehsprech von sich gibt, zunehmend auf den Senkel", so Sixtus. Als ironische Hommage an Wissenschaftsjournalisten vergangener Epochen sei die Figur nicht weiter ausbaubar gewesen. Ein weiteres Problem sei die Produktionsweise des vierzehntäglichen Formats, die "nur bedingt dauerlauffähig" sei.
 

 
"Wir haben pro Folge mit bis zu sieben Experten gesprochen, sind zu diesem Zwecke permanent auf Achse gewesen und haben bis zu drei Stunden Rohmaterial je Episode abgedreht", erklärt Sixuts. Der damit verbundene Aufwand habe für das Team einen permanenten "Ausnahmezustand, Leben im Hamsterrad seit über einem Jahr" bedeutet. Da sich die Probleme nicht "wegoptimieren" ließen, habe man sich für einen vorläufigen Stand-by entschieden, um das Format vor dem Hintergrund der Erfahrungen neu zu konzipieren.

Das Format "Elektrischer Reporter" ist seit November 2008 im ZDFinfokanal zu sehen. Zuvor wurde die Sendung seit dem Jahr 2006 ausschließlich online verbreitet. Die Sendung wurde in Zusammenarbeit mit "handelsblatt.com" hergestellt.