Seit April ist Product Placement hierzulande in unterhaltenden und fiktionalen Formaten erlaubt - sofern dies "redaktionell gerechtfertigt" ist. Doch allzu viel Fahrt hat das Geschäft seither noch nicht aufgenommen, auch wenn den Zuschauern immer mal wieder vereinzelt ein eingeblendetes "P" ins Auge springt."Die Anforderungen der Vermarkter sind extrem hoch, man verlangt für ein Placement das Zwei- bis Dreifache eines Werbespots, bewegt sich also im sechsstelligen Bereich. Viele Media-Agenturen halten das für völlig überteuert", sagte Matthias M. Alefeld, Geschäftsführer der Münchener PR- und Placement-Agentur MA Media, gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger".
Die Befürchtungen der Sender gehen aber auch noch in eine andere Richtung: Sie haben Angst, Produktplatzierungen könnten die klassischen Werbespots verdrängen. Auf diesen Problem weist auch Sabine Eckhardt, Geschäftsführerin der Pro Sieben Sat.1-Tochter SevenOne AdFactory, im "Kölner Stadt-Anzeiger" hin: "Beide Maßnahmen müssen Hand in Hand gehen. Ein Placement sollte immer Teil einer Kampagne sein", so Eckhardt. Bis Product Placement endgültig im deutschen Fernsehen angekommen ist, dürfte daher noch ein wenig Zeit verstreichen.
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