Das Traumschiff© ZDF
Schon seit 1981 schippert das "Traumschiff" für das ZDF über die Weltmeere und beschert den Mainzern mit seinen gediegenen Herzschmerz-Geschichten noch immer hervorragende Quoten mit regelmäßig um die 10 Millionen Zuschauern. In die Hochsee-Idylle platzte am Montag nun die Meldung, dass künftig an Bord des "Traumschiffs" mehr Sex und Gewalt erlaubt sein solle.

Die Meldung ging auf einen Bericht des "Spiegel" zurück. Nachdem die Reederei der MS Deutschland finanziell schwer angeschlagen war, wurde sie kürzlich mehrheitlich von der Investmentfirma Aurelius übernommen. Deren Chef Dirk Markus kündigte gegenüber dem "Spiegel" an, man wolle das Kreuzfahrtschiff behutsam an den Zeitgeist anpassen. Im Zuge dessen wolle man auch in den Drehbüchern des ZDF-"Traumschiffs" "mehr erlauben". Bislang sei es unter den alten Eignern "eher ausgeschlossen" gewesen, dass "mal ein nackter Busen blitzte oder ein klauender Matrose auftrat", hieß es in dem Bericht.

Allerdings wird von den neuen Möglichkeiten im ZDF wohl kaum etwas zu sehen sein. Gegenüber der "Auf einen Blick" lehnte "Traumschiff"-Produzent Wolfgang Rademann nun mehr Sex und Gewalt in der Reihe kategorisch ab. Zumindest mit ihm werde es keine Veränderungen geben, eher werde er selbst von Bord gehen. Sollten die MS Deutschland-Eigentümer auf Veränderungen drängen, würde Rademann wohl lieber ein anderes Schiff suchen. "Unser Vertrag mit der Reederei läuft zwar noch bis 2015. Die MS Deutschland ist aber schon das vierte Traumschiff, also kann es ohne weiteres andere Schiffe geben", so Rademann in dem "Auf einen Blick"-Interview, das erst in der übernächsten Ausgabe am 14. Oktober in voller Länge zu lesen sein wird.