US-Update vom 25. Januar

Spielberg wieder mit Kriegsserie, "Fringe" endet mau

von R. Pfaff / U. Mantel
25.01.2013 - 13:03 Uhr

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Steven Spielberg und Tom Hanks arbeiten an einer weiteren Miniserie über den zweiten Weltkrieg. Unterdessen wurden zwei Sitcoms abgesetzt, "Fringe" und "Private Practice" gingen mit mäßigen Quoten zu Ende, "The Following" startete super.

  • Dont Trust The B In Apartment 23
    © ABC
    In der vergangenen Saison waren Sitcoms noch der große Trend - doch nachdem fast alle Sender ihre Comedy-Strecken ausgebaut haben, ist in diesem Jahr in weiten Teilen Ernüchterung eingekehrt. Bei drei Serien wurde angesichts mieser Quoten nun der Stecker gezogen. Erwischt hat es die "B--- in Apartment 23" bei ABC. Nachdem der Ausflug auf den Sonntagabend auch nicht funktioniert hatte, nahm ABC die Serie nach 11 Folgen der zweiten Staffel aus dem Programm. Verwunderlich ist das Angesichts von im Schnitt nur 2,9 Millionen Zuschauern und einem Zielgruppen-Rating von 1,1 nicht. ABC zeigt nun stattdessen "Happy Endings", das auch nicht viel erfolgreicher ist, in Doppelfolge. Was mit den noch ungesendeten acht "Apartment 23"-Folgen passiert, ist noch unklar.
  • FOX Logo
    © FOX
    Wie ABC hat auch FOX hat dienstags seine liebe Not mit seinen Sitcoms und hat nun bei "Ben and Kate" Konsequenzen gezogen. Die Serie hatte im Schnitt ebenfalls nur 2,8 Millionen Zuschauer, das Zielgruppen-Rating lag bei 1,3 Prozent. FOX hat bislang 13 Folgen ausgestrahlt, bestellt sind eigentlich 19, die auch noch fertig produziert werden sollen. Zu sehen sein werden sie aber wohl allenfalls im Sommer. Ersatzweise gibt es nun zunächst Doppelfolgen von "Raising Hope", ehe FOX ab März den bislang zweistündigen Comedy-Dienstag auf eine Stunde beschneidet und ab 20 Uhr lieber "Hell's Kitchen" zeigt. Auch im Kabelfernsehen hat es eine Sitcom erwischt: TBS stellt "Wedding Band" nach der nur zehn Folgen umfassenden ersten Staffel angesichts schwacher Quoten ein.
  • Girls Promo
    © HBO
    Für die HBO-Comedy "Girls" gibt es hingegen gute Nachrichten: Zwar steht die offizielle Bestätigung noch aus, Serienschöpferin und Hauptdarstellerin Lena Dunham teilte aber schon mit, dass im März die Dreharbeiten für eine dritte Staffel beginnen. Die Entscheidung fällt frühzeitig: Erst Mitte Januar hat HBO mit der Ausstrahlung der zweiten Staffel begonnen, die mit ähnlichen Zuschauerzahlen startete wie Staffel 1. Bei den Golden Globe Awards wurde "Girls" gerade als beste Comedy-Serie ausgezeichnet. HBO lässt mit "Togetherness" übrigens gerade auch noch einen weitere Comedyserie pilotieren. In der Serie geht es um zwei Paare, die unter dem selben Tach leben und Probleme haben, ihre individuellen Träume zu verwirklichen und gleichzeitig ihre Beziehungen am Leben zu erhalten. Hinter der Serie stehen die beiden Brüder Mark und Jay Duplass.
  • Mad Men
    © AMC
    Dass der Kritikerliebling „Mad Men“ bei AMC in eine sechste, vorletzte Runde geht, ist nichts Neues. Allerdings wurde jetzt bekannt, wann und in welcher Form die Werbetreibenden aus der Madison Avenue in New York wieder ins tägliche Geschäft einsteigen. Am 7. April wird die sechste Staffel der Drama-Serie, die bislang vier Mal in Folge den Emmy-Award in der Königsdisziplin abräumen konnte, starten und das wie bereits in der Vorgängerstaffel mit Überlänge. Zwei Stunden soll die Premieren-Folge dauern, die aufgrund ihrer Länge und der daraus resultierenden Erzählmöglichkeiten die Assoziation zum Film aufkommen lässt. Ziel soll es erneut sein mit einem Paukenschlag zurück zu kehren, was in Staffel fünf noch Idee des Serienschöpfers Matthew Weiner war, dieses Mal aber vom Sender selbst gewünscht wurde. AMC hofft nach den guten Erfahrungen wieder auf rekordverdächtige Einschaltquoten. Wohin die neue Staffel inhaltlich hin steuert, ist bislang noch nicht bekannt, auch nicht, wie groß der Zeitsprung sein wird.
  • FOX Logo
    © FOX
    Eine Abkürzung bei FOX nimmt „Family Guy“-Schöpfer Seth MacFarlane, weil sein Comedy-Projekt „Dads“ direkt nach Durchsicht des Pilotskripts einen Haken auf der Bestellliste bekam. Vom Skript direkt in Serie, wobei es zunächst einmal nur sechs Folgen geben soll. Mit im Boot sind außerdem die Autoren Alec Sulkin und Wellesley Wild, die letztes Jahr Mark Wahlberg mit einem mal mehr, mal weniger einfühlsamen Teddybären Ted in einer Komödie auf die Kinoleinwand brachten. Drehen soll sich die Comedy um zwei Mittdreißiger, die ungewollt neue Mitbewohner bekommen. Diese sind ihre unbequemen Väter, die ihr Leben verkomplizieren. Erst noch durch die Pilotierungsphase muss bei FOX hingegen "Cougar Town"-Executive Producer Kevin Biegel mit seinem neuen Comedy-Projekt "Enlisted" über drei Brüder, die auf einem kleinen rmy-Stützpunkt arbieten. Wie so oft ist auch dieses Projekt übrigens autobiographisch angehaucht.
  • HBO Logo
    © HBO
    Nach "Band of Brothers" und "The Pacific" arbeiten Tom Hanks und Steven Spielberg an einer dritten Miniserie über den zweiten Weltkrieg. Diesmal geht es um den Luftkrieg, der aus der Sicht von Soldaten der Eighth Air Force - bekannt als die "Mighty Eighth" - erzählt wird. Für die Miniserie dürfte HBO wieder einen gehörigen Batzen Geld in die Hand nehmen: Das Budget von "Band of Brothers" lag einst bei 125 Millionen Dollar, "The Pacific" kostet gar 200 Millionen. Nicht mit der Vergangenheit, sondern mit der Gegenwart beschäftigt sich Showtime: Robert de Niro und Jane Rosenthal entwickeln unter dem Titel "The 4th Reich" einen Neonazi-Thriller, der als Mischung aus "American History X" und "The Town" beschrieben wird. Der ehemalige Anführer einer Neonazigruppe aus Boston wird darin aus dem Gefängnis entlassen und soll als als FBI-Informant in die alte Gruppe zurückkehren.
  • CBS
    © CBS
    Die Komödie "Bad Teacher" könnte in Serie gehen. In dem Film spielte  Cameron Diaz 2011 eine Frau, die nach ihrer Scheidung widerwillig wieder ihren alten Job als Lehrerin annimmt - in erster Linie aber, um Geld für eine Brustvergrößerung zu sammeln, um sich sich schnell wieder einen reichen Mann angeln zu können. CBS lässt nun eine mögliche Serien-Adaption pilotieren. Wie angekündigt hat CBS zudem nun auch offiziell grünes Licht für die Produktion einer Pilotfolge einer Serien-Adaption von "Beverly Hills Cop" gegeben. Und dann könnte womöglich auch "Zombieland" in Form einer Serie untot weiterleben: Amazon, das ähnlich wie Hulu und Netflix ebenfalls in die Serien-Produktion einsteigen will, prüft derzeit, eine Pilotfolge einer "Zombieland"-Comedyserie in Auftrag zu geben. Die Darsteller aus dem Film sollen - wie auch bei den anderen Projekten - aber nicht an Bord sein.
  • Anger Management
    © FX
    Ein fliegendes iPad, ein Loch in der Tür und jede Menge Wut im Bauch. Immer wieder zeigt Charlie Sheen, dass er Probleme mit der Kontrolle seiner Aggressionen hat, ähnlich wie die Patienten seiner jüngst wieder gestarteten Serie „Anger Management“. Da geht es sich doch gut an, dass man zu Werbezwecken diese nochmals im TV offen legt. Bei „Good Morning America“ erzählte der Schauspieler, dass er in einem Wutanfall eine Tür am Set der Comedy-Serie demolierte, weil er sich seinen Text nicht merken konnte. Neben der Kultivierung seines Bad-Guy-Images, trat der Schlagzeilenproduzent Sheen mit weiteren Neuigkeiten in der Presse auf. Eine neue Liebe, der Wunsch beim Serienfinale von „Two And A Half Men“ mitzuwirken und die Freude über sein baldiges Opa-Dasein sollen ihn und damit auch „Anger Management“ zurück ins kollektive Gedächtnis bringen. Genützt hat all dies jedoch nicht allzu viel: Die Zuschauerzahlen zum Start der zweiten Staffel liegen unter den Werten aus Staffel 1: 1,82 Millionen Zuschauer sahen die erste, 1,74 Millionen die zweite Folge. Die letzten Folgen der ersten Staffel hatten noch um zwei Millionen Zuschauer verfolgt.

US-Quoten-Update

  • Fringe
    © Warner Bros. Television
    Gleich zwei altgediente Serien gingen in den letzten Tagen in den USA zu Ende: "Fringe" und "Private Practice". Bei beiden zogen zum Abschied die Quoten im Vergleich zu den letzten Wochen nochmal an - doch glänzen konnte keine von beiden. Das "Fringe"-Finale sahen am Freitag vergangener Woche im Schnitt 3,28 Millionen Zuschauer, das war der Bestwert der fünften Staffel, die mit im Schnitt 2,8 Millionen Zuschauern aber im Jahresvergleich 300.000 weitere Fans eingebüßt hatte. In der Zielgruppe lag der Marktanteil bei 1,1/4 Prozent (Rating/Share) - das war allenfalls Mittelmaß. Am Dienstag stand dann das Finale von "Private Practice" auf dem Programm: 5,32 Millionen Zuschauer hatten eingeschaltet. Das waren zwar wieder 1,2 Millionen mehr als noch eine Woche zuvor, doch in der vorhergehenden Staffel lag die durchschnittliche Zuschauerzahl mit 6,8 Millionen noch ungleich höher - damals freilich auch die meiste Zeit im "Grey's Anatomy"-Schlepptau. Mit einem Marktanteil von 1,5/4 Prozent in der Zielgruppe lag "Private Practice" jedenfalls auch zum Abschied unter dem eigentlichen Soll.
  • The Following
    © FOX
    Einen sehr guten Start legte unterdessen die neue Serie "The Following" hin, auf die FOX große Stücke hält: 10,4 Millionen Zuschauer sahen den Serienstart, in der Zielgruppe lag der Marktanteil bei 3,2/8 Prozent (Rating/Share). Nur "Revolution" von NBC hat in dieser Saison von den Neustarts einen noch stärkeren Einstand verzeichnet. Die anderen Serien-Neustarts der letzten Wochen tun sich hingegen schon sehr schwer: "The Carrie Diaries" erreichte nur noch 1,27 Millionen Zuschauer bei The CW, in der Zielgruppe sah es mit 0,5/1 Prozent Marktanteil (Rating/Share) schon ziemlich schlecht aus. Bei NBC droht "Deception" angesichts von nur noch 3,6 Millionen Zuschauern und einem Zielgruppen-Rating von 1,3 in der dritten Woche ein schnelles Aus. Auch mit der Sitcom "1600 Penn" hatte NBC nicht mehr Glück: Am Donnerstag vergangener Woche nur noch 3,04 Millionen Zuschauer zu, das Zielgruppen-Rating sackte um weitere 0,4 Punkte auf 1,2 ab. Das ist deutlich weniger als "Parks & Recreation" bislang auf diesem Sendeplatz erzielte. Immerhin: Diese Serie konnte von der Vorverlegung auf den neuen Sendeplatz um 20:30 Uhr profitieren: 3,92 Millionen Zuschauer und ein Zielgruppen-Rating von 1,9 waren neue Staffel-Bestwerte.
  • The Taste
    © ABC
    Einen guten Start erwischte der Kochwettbewerb "The Taste" der ganz im Stil von "The Voice" auf das Blind-Auditions-Konzept setzt. 5,82 Millionen Zuschauer sahen den Auftakt am Dienstag. In der Zielgruppe war "The Taste" mit einem Marktanteil von 2,1/5 Prozent Marktführer - was allerdings auch daran lag, dass CBS nur Wiederholungen von "NCIS" und "NCIS: Los Angeles" zeigte. "The Taste", das von der Red Arrow-Tochter Kinetic Content produziert wird, trat übrigens direkt gegen eine andere Kinetic-Produktion an: NBC zeigte zeitgleich "Betty White's Off Their Rockers". Das Versteckte-Kamera-Format hatte insgesamt sogar ein paar Zuschauer mehr (5,91 Millionen), in der Zielgruppe lag mit Ratings von 1,6 und 1,8 Prozent aber knapp dahinter. Zufrieden sein können mit den Zahlen aber sowohl NBC als auch ABC.
  • Oprah Winfrey
    © OWN
    Lance Armstrongs Doping-Geständnis bei Oprah Winfrey bescherte dem Sender gute Quoten - doch viele Zuschauer wandten sich nach Teil 1 offenbar schon enttäuscht ab. Am ersten Tag sahen im Schnitt noch 3,2 Millionen Zuschauer die Erstausstrahlung, die Wiederholung dann weitere 1,1 Millionen. Am Freitag waren beim zweiten Teil dann allerdings schon nur noch 1,8 Millionen Zuschauer bei der Erstausstrahlung und 620.000 bei der Wiederholung übrig. Weltweit sollen nach Angaben des Oprah Winfrey Networks 28 Millionen Zuschauer das Interview über alle Plattformen und Sender hinweg gesehen haben.

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Top5 Zuschauer gesamt

Meistgesehene Sendungen vom 10.04.-16.04.

NCIS 17,12 Mio.
The Big Bang Theory 16,29 Mio.
Dancing with the Stars 14,78 Mio.
NCIS: Los Angeles 14,69 Mio.
The Voice (Mo) 11,85 Mio.

Top5 Zielgruppe 18-49 Jahre

Meistgesehene Sendungen vom 10.04.-16.04.

Sendung Rating Share
The Big Bang Theory 4,7 17 %
The Voice (Mo) 3,4 10 %
The Voice (Di) 3,0 10 %
Scandal 3,0 9 %
Grey's Anatomy 2,6 8 %

Rating gibt an, wieviel Prozent der 18-49-jährigen Zuschauer, die einen Fernseher besitzen, ein bestimmtes Programm eingeschaltet haben.
Share gibt an, wieviel Prozent der Zuschauer, die zu diesem Zeitpunkt ferngesehen haben, das jeweilige Programm eingeschaltet hatten. Share entspricht also der deutschen Marktanteils-Angabe.