Hubert und Staller © ARD/TMG/Chris Hirschhäuser
Im Ersten geht's voran

Vorabend im Aufwind: Bestwert für "Hubert und Staller"

von Uwe Mantel
18.02.2016 - 08:58 Uhr

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"Hubert und Staller" holte am Mittwoch erstmals einen zweistelligen Marktanteil am ARD-Vorabend, "Die Spezialisten" verloren im ZDF hingegen viele Zuschauer. Warum die Champions League daran mit Schuld ist und dem ZDF trotzdem den Tagessieg brachte...

Die Wiedereinführung von Quiz-Formaten am Vorabend erweist sich für die ARD weiterhin als goldrichtiger Schritt. Sie sorgen inzwischen regelmäßig für Marktanteile klar über dem Senderschnitt. Das war auch am Mittwoch wieder nicht anders: "Gefragt - Gejagt" kam dort dank 2,77 Millionen Zuschauern wieder auf sehr gute 13,5 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. Bei den 14- bis 49-Jährigen reichte es zumindest für solide 6,2 Prozent Marktanteil. Der stärkere Vorlauf beschert zudem auch den nachfolgenden Serien steigende Quoten.

"Hubert und Staller" gelang nun erstmals der Sprung über die 10-Prozent-Marke: 2,7 Millionen Zuschauer schalteten die neueste Folge ein, das waren nochmal 380.000 mehr als in der Vorwoche, der Marktanteil stieg von 8,7 auf 10,3 Prozent an - angesichts des Quotenniveaus, das viele Jahre am ARD-Vorabend herrschte, ist das ein schöner Erfolg. Bei den 14- bis 49-Jährigen lief "Hubert und Staller" mit 6,8 Prozent Marktanteil sogar besser als "Gefragt - Gejagt" direkt davor.

Einen Rückschlag gab's hingegen für die neue ZDF-Vorabendserie "Die Spezialisten - Im Namen der Opfer". In der dritten Woche schalteten nur noch 3,46 Millionen Zuschauer ein, über 800.000 weniger als in der Vorwoche. Der Marktanteil sank auf 11,3 Prozent beim Gesamtpublikum und 4,1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Ein großer Teil dieser Abwanderung lässt sich aber wohl mit einer unglücklichen Programmierung erklären: Um 19:23 Uhr zeigte das ZDF zunächst wieder das "Champions League Magazin" - das nur eingeführt wurde, weil während der regulären Champions-League-Übertragung keine Werbung und Sponsoring mehr gezeigt werden darf. Es fungiert aber auch als Zuschauerschreck: Von den 4,16 Millionen "heute"-Zuschauern blieben nur 2,41 Millionen dran. Der Marktanteil sackte von über 16 auf 8,8 Prozent beim Gesamtpublikum und sogar nur 2,5 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen ab. "Die Spezialisten" startete also von deutlich niedrigerem Niveau und musste dann die Zuschauer auch noch bis 20:25 Uhr halten, also 10 Minuten über den eigentlichen Umschaltzeitpunkt hinaus.

Die eigentlichen Champions-League-Übertragung ab 20:45 Uhr bescherte dem ZDF dann aber zumindest den Tagessieg. 5,73 Millionen Zuschauer sahen das Spiel zwischen Gent und Wolfsburg - was zugleich die schwächste Reichweite dieser Saison war. 18,6 Prozent betrug der Marktanteil beim Gesamtpublikum, 12,7 Prozent wurden bei den 14- bis 49-Jährigen erzielt. Im Ersten hielt der Film "Der Hodscha und die Piepenkötter" wacker dagegen: 4,54 Millionen Zuschauer wurden hier gezählt, was einem Marktanteil von 13,7 Prozent beim Gesamtpublikum und 6,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen entsprach.

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