Die Kanzlei © ARD/Georges Pauly
Das Erste dominiert die Primetime

"Kanzlei" kehrt erfolgreich zurück, #Beckmann solide

von Timo Niemeier
30.11.2016 - 10:28 Uhr

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Nach einem Jahr Pause ist die "Kanzlei" am Dienstag zurückgekehrt und hat auf Anhieb überzeugt. Mehr Zuschauer hatte nur "In aller Freundschaft", das im Anschluss gezeigt wurde. Aber auch Reinhold Beckmann kann sich freuen, gemischte Gefühle dagegen beim ZDF.

Das Erste hat am Dienstag die Primetime dominiert: Rechnet man die "Tagesschau" noch mit dazu, stammen die drei meistgesehenen Sendungen vom Sender. Am erfolgreichsten war dabei "In aller Freundschaft", das sich 5,46 Millionen Menschen ansahen, der Marktanteil lag bei sehr guten 17,5 Prozent. Doch schon zuvor kehrte "Die Kanzlei" mit Spitzen-Quoten zurück: 5,06 Millionen Menschen sahen sich den Auftakt in die neue Staffel an, auch das entsprach sehr guten 15,9 Prozent. Beim jungen Publikum erzielten die beiden Serien 7,4 und 7,2 Prozent - also vergleichsweise gute Quoten.


Auch danach erreichte Das Erste solide Werte: 3,31 Millionen Menschen interessierten sich für "Report Mainz", das damit 11,7 Prozent generierte. Nach den "Tagesthemen" sahen sich immerhin noch 1,66 Millionen Menschen das Porträt von SPD-Chef Sigmar Gabriel bei "#Beckmann" an. Es ist die höchste Reichweite, die das Format bislang auf diesem Sendeplatz erzielt hat. Erstmals erreichte Reinhold Beckmann hier mit 10,1 Prozent auch einen zweistelligen Marktanteil.

Warum Das Erste nach dem Porträt über Sigmar Gabriel den Teenagerfilm "Teufelsbraten" gezeigt hat, weiß wohl  niemand so ganz genau. Die Reichweite ging jedenfalls auf 510.000 zurück, der Marktanteil knallte mit 5,3 Prozent in den Keller. Und auch beim jungen Publikum war der Film mit 2,1 Prozent alles andere als ein Erfolg. Dafür erreichte das Staffelfinale des "Quizduells" am Vorabend 2,59 Millionen Zuschauer und 13,0 Prozent Marktanteil. Die nun zu Ende gegangene Staffel hat sich damit noch einmal deutlich gesteigert und kann inzwischen als Erfolg gewertet werden.

Das ZDF hatte keine Chance in der Primetime: Den "Großen Warentest" wollten zur besten Sendezeit nur 2,74 Millionen Menschen sehen, das entsprach einem Marktanteil von 8,6 Prozent. Damit hatte man sogar weniger Zuschauer als Sat.1 zur gleichen Zeit. "Frontal 21" blieb danach bei 2,59 Millionen Zuschauern und 8,2 Prozent hängen. Erst das "heute-journal" kam auf annehmbare Werte: 3,57 Millionen Zuschauer und 12,4 Prozent Marktanteil. Danach ging die Reichweite wieder langsam aber sicher zurück, "Mann, Sieber!" unterhielt schließlich noch 1,62 Millionen Zuschauer und erreichte damit 9,2 Prozent. "Markus Lanz" kam fast 40 Minuten später auf fast die gleiche Reichweite und steigerte den Marktanteil auf sehr gute 14,0 Prozent. Beim jungen Publikum blieben beide Formate mit 5,0 und 6,2 Prozent blass.

Dass das ZDF am Ende des Tages mit 12,2 Prozent trotzdem vor dem Ersten landete, das 11,3 Prozent Marktanteil holte, ist mit dem starken Tagesprogramm der Mainzer zu erklären. "Bares für Rares" kam am Nachmittag auf starke 18,9 Prozent, das Fußball-Länderspiel der Frauen zwischen Deutschland und Norwegen interessierte 1,95 Millionen Menschen - 13,7 Prozent. Da auch "SOKO Köln" (16,6 Prozent) und die "Rosenheim-Cops" (15,9 Prozent) überzeugten, reichte es am Ende für Platz eins auf dem Quotenthron.

 

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