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Comeback der Politsatire
"Neues aus der Anstalt" schlägt "Scheibenwischer"
Mehr als 26 Jahre lang fand politisches Kabarett im ZDF nicht statt, seit Dienstagabend kehrt der Mainzer Sender in dieses Genre zurück. "Neues aus der Anstalt" heißt die Politsatire-Sendung mit Urban Priol, Georg Schramm und weiteren Gästen, in der ersten Sendung etwa "Scheibenwischer"-Erfinder Dieter Hildebrandt, der mit "Notizen aus der Provinz" einst auch die ZDF-Satiresendung in den 70er Jahren moderierte.
Der Start verlief für "Neues aus der Anstalt" sehr gut: 3,86 Millionen Zuschauer ab drei Jahren sahen die erste Ausgabe, das entsprach einem hervorragenden Marktanteil von 16,6 Prozent beim Gesamtpublikum. Die letzten "Scheibenwischer"-Ausgaben, die allerdings auch meist rund eine halbe Stunde später starteten, holten zwischen 2 und 2,4 Millionen Zuschauern. Auch der Marktanteil lag in der Regel aber deutlich unter dem Wert von "Neues aus der Anstalt".
Allerdings fanden sich die Politsatire-Fans in erster Linie beim älteren Publikum. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurde ein Marktanteil von 7,3 Prozent erzielt, weniger als der aktuelle Senderschnitt. Blickt man detaillierter auf die Altersstruktur des Publikums, wird ein starkes Gefälle deutlich: Bei den 14- bis 19-Jährigen reichte es etwa nur zu 3,6 Prozent Marktanteil, bei den 20- bis 29-Jährigen sah es mit 4,1 Prozent kaum besser aus. Bei den 50- bis 64-Jährigen lief es mit 18,5 Prozent Marktanteil hingegen gut, doch die höchsten Marktanteile wurden - ZDF-typisch - bei den über 65-Jährigen erzielt: 29,0 Prozent.
Nach Bildungsgrad aufgeschlüsselt zeigt sich wenig überraschend, dass vor allem die formal höher gebildeten die Sendung einschalteten: Bei den Zuschauern mit Studium lag der Marktanteil bei 26,6 Prozent. Bei den Zuschauern die lediglich Volks- und Hauptschulen oder weiterführende Schulen besucht haben sah es mit um 15 Prozent Marktanteil hingegen deutlich schwächer aus.




24.01.2007 - 10:26 Uhr
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