Grafik: DWDL.de; Foto: Sat.1 Comedy © DWDL/ Sat.1 Comedy
Kritisch gesehen

Verstolperte Gags: "Die Niels Ruf Show"

 

Am Montag Abend ging die erste Ausgabe von "Die Niels Ruf Show“ beim Pay-TV-Ableger „Sat.1 Comedy“ über den Bildschirm. DWDL.de hat eingeschaltet

von Jochen Voß
31.10.2006 - 18:31 Uhr

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Foto: Sat.1 ComedyWenn man es schafft, die Klippen zu umschiffen, die ish einem beim Empfang seiner digitalen Pay-TV-Kanäle in den Weg baut, dann kann man jeden Montag Abend um 21 Uhr jetzt „Die Niels Ruf Show“ bei Sat.1 Comedy sehen. Dort gibt es 45 Minuten lang einen Niels Ruf, wie man ihn kennt, begleitet von seinem Redakteur im Studio Peter Rütten (Bild). „Ich hab den groove – mein Name ist Ruf“: Mit einer Show-Nummer in bester Rat-Pack-Manier starten Ruf und Rütten – angemessen im Smoking – in die neue Latenight-Show. Ein lustiger bis tatsächlich witziger Auftakt.

Die erste Folge war kein Kracher, so viel kann man wohl mit Fug und Recht behaupten. Der Moderator Niels Ruf macht das, was er immer macht – nämlich pubertäre Zoten unter besonderer Berücksichtigung des männlichen Geschlechtsorgans in diversen Zuständen. Der alte Latenight-Hase Peter Rütten – bekannt unter anderem als "Kai Edel" aus der "Harald Schmidt Show" – unterstützt ihn dabei in launigen Gesprächen als Sidekick und muss aufpassen Ruf nicht zu überstrahlen. Wohl nicht von ungefähr kommt es, dass Rütten angekündigt wird als sanfter, unmerklicher Coach des „hochbegabten Niels Ruf“.


Angereichert ist das ganze mit klassischen Latenight-Elementen, wie zum Beispiel sinnfreien weiteren Sidekicks – in diesem Falle eine knackig unifomierte Blondine, die jeden, der die Bühne betritt einem Sicherheitscheck unterzieht –, einem derben aber lauen Standup-Intro und einer Top-Five-Liste zu einem aktuellen Thema.

Bemerkenswert an „Die Niels Ruf Show“ sind die Einspieler. Zwar gibt es keinen großen Unterschied zu den altbekannten „Der Moderator in lustigen Situationen Nummern“, allerdings kommt in dieser Sendung die Straßenumfrage („Kennen Sie Niels Ruf?“) anders daher als sonst. Die Befragten geben irre komische Antworten – teils fingiert, teils im Schnitt sinnentstellt – und wirken dabei überraschend authentisch. Vielleicht liegt es an Look und Charme des Produktionsortes Berlin. Wurden solche Filmchen doch bisher meist in Köln hergestellt, wo das Publikum auf der Straße hinsichtlich solcher Umfragen inzwischen doch immens routiniert daherkommt. Kein Wunder: Arbeiten ja auch fast alle beim Fernsehen in der Domstadt. Auch wenn persiflierende Elemente wie „Pete & Kate“ nicht wirklich neu sind – und leider zu Weilen auch nicht durch und durch komisch – so haben Ruf und Rütten als Duo ihren eigenen Charme, der nicht von der Hand zu weisen ist.

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