Die "Tagesthemen" melden sich am kommenden Montag, den 13. Juli, ausnahmsweise nicht aus dem Hamburger Studio, sondern live aus Altenahr im Ahrtal, das hat der NDR jetzt angekündigt. Anlass für den Ortswechsel ist der fünfte Jahrestag der Flutkatastrophe im Ahrtal, in deren Folge 135 Menschen starben und viele Orte schwer zerstört wurden. Die Sendung entsteht in Zusammenarbeit von ARD-aktuell, SWR und WDR und wird von Ingo Zamperoni moderiert. 

In der Sendung soll Zamperoni auf die Nacht der Flutkatastrophe zurückblicken, zu sehen ist außerdem eine Presenterreportage, in der er in Altenahr selbst auf Spurensuche geht. Angekündigt hat der NDR für die Sendung auch eine Reportage aus Erftstadt und Bad Münstereifel. Weitere Beiträge widmen sich dem Stand des Wiederaufbaus in den Flutgebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Als Gesprächsgäste sind Dominik Gieler, Verbandsbürgermeister von Altenahr sowie Thomas Roggenkamp, Hydrologe an der Universität Bonn, vor Ort.

"Die ‘tagesthemen’ sind vor Ort, um direkt in den Dialog mit den Menschen zu treten – ein wichtiger Auftrag, den wir ernst nehmen", sagt Marcus Bornheim, Erster Chefredakteur ARD-aktuell. "Die Sendung aus Altenahr unterstreicht, wie bedeutsam es ist, noch einmal hinzuschauen und zu erfahren, was aus den Betroffenen und der Region nach einer solchen Katastrophe geworden ist."

Die "Tagesthemen" beginnen am Montag etwas früher als üblich, los geht’s um 21:55 Uhr. In der Primetime setzt Das Erste auf den Film "Wochenendrebellen", den man im Rahmen der Sommerkino-Reihe zeigt. Im Anschluss an das Nachrichtenmagazin ist beim Sender noch die Reportage "Allein in der Flut - Mein Vater und die tödliche Nacht im Ahrtal" zu sehen. In dem Film von Susanne Jäger geht es darum, wie ihre Familie selbst von der Flut 2021 betroffen war. So ist unter anderem Jägers Vater bei der Katastrophe ums Leben gekommen.