Alexander Zverev steht - als erster Deutscher seit Boris Becker im Jahr 1995 - diesen Sonntag im Finale von Wimbledon. Zverev, der zuletzt schon die French Open gewann, setzte sich am Freitag im Halbfinale von Wimbledon in drei Sätzen klar gegen Lokalmatador Arthur Fery durch. Am kommenden Sonntag trifft der Deutsche auf den Sieger des zweiten Halbfinales zwischen Jannik Sinner und Novak Djokovic, diese Begegnung läuft am frühen Freitagabend aktuell noch. 

Während Zverevs Final-Gegner damit zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht fest steht, ist schon klar, dass das Match am Sonntag sowohl in Deutschland als auch in Österreich frei empfangbar für alle Tennis-Fans zu sehen sein wird. Prime-Video-Moderator Jonas Friedrich kündigte das am Freitagnachmittag während der Nachberichterstattung des ersten Halbfinals an, mittlerweile hat Prime Video das auch offiziell bestätigt.

Prime Video stellt die Final-Übertragung also vor die Paywall, Zuschauerinnen und Zuschauer brauchen kein kostenpflichtiges Prime-Abo. Es reicht demnach, sich mit dem Amazon-Account bei Prime Video einzuloggen. Die Live-Übertragung des Finals aus London beginnt um 16 Uhr deutscher Zeit, eine Stunde später gibt’s den ersten Aufschlag. Katharina Kleinfeldt begrüßt als Moderatorin die Zuschauerinnen und Zuschauer aus dem Studio in Wimbledon.

Die Expertinnen und Experten Andrea Petkovic, Michael Stich, Tommy Haas, Barbara Schett und Sascha Bajin begleiten das Finale mit Analysen vor, während und nach dem Match. Markus Theil kommentiert das Finale gemeinsam mit Michael Stich. Reporter Moritz Lang soll die Atmosphäre am Tag des Finales auf dem Gelände einfangen.

Wie groß die Bedeutung des Final-Einzugs von Alexander Zverev ist, zeigt ein Blick in die Vergangenheit. Zverev ist der erste Deutsche seit Boris Becker im Jahr 1995, der es ins Wimbledon-Finale geschafft hat. Becker unterlag damals Pete Sampras in vier Sätzen. Letzter deutscher Wimbledon-Sieger ist Michael Stich, der das Turnier im Jahr 1991 gewann.

"Historisches Ereignis aus deutscher Sicht"

Clemens von Thielmann © Prime Video Clemens von Thielmann
"Seit 1995 war kein deutscher Spieler mehr im Herren-Einzel-Finale bei Wimbledon und seit 1991 hat kein deutscher Spieler bei den Herren mehr gewonnen. Das Finale am Sonntag wird also in jedem Fall ein historisches Ereignis aus deutscher Sicht und wir freuen uns, dass wir es zusammen mit den deutschen und österreichischen Tennisfans begehen dürfen. Es fliessen unheimlich viel Anstrengung und Leidenschaft in unsere Übertragung. Durch die frei empfangbare Ausstrahlung hoffen wir, dass möglichst viele deutsche und österreichische Fans das Spiel schauen und so unsere Berichterstattung kennen lernen. Und so hoffen wir, dass möglichst viele von Ihnen im kommenden Jahr wieder bei uns einschalten", sagt Clemens von Thielmann, Business Lead Live Sport bei Prime Video, gegenüber DWDL.de. 

Mit dem diesjährigen Turnier zeigt sich von Thielmann unterdessen zufrieden und verweist nicht nur auf Zverev, sondern auch auf Jan-Lennard Struff, der es bis ins Viertelfinale geschafft hat. "Auch unsere Berichterstattung, die wir nun im dritten Jahr unverändert aufwendig mit einem tollen Team vor und hinter der Kamera durchziehen, erfreut sich großer Beliebtheit. Wir glauben, dass sich dieser Aufwand bezahlt macht und die Kunden daher gerne kommen, auch um unser Rahmenprogramm zu verfolgen, etwa 'Wimbledon - Der Tag' im Anschluss an das letzte Spiel des Tages." Weiterhin nur mit gültigem Prime-Abo zu sehen gibt es unterdessen das Damen-Einzelfinale, das bereits am morgigen Samstag gespielt wird. Hier stehen sich Karolina Muchova und Linda Noskova gegenüber.

Update (19:46 Uhr): Mittlerweile steht fest, dass Alexander Zverev im Wimbledon-Finale am Sonntag auf Jannik Sinner treffen wird. 

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