Mögliche Interessenkonflikte sehen die deutschen Wettbewerbshüter nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" bei Leo Kirchs Aktivitäten in Sachen Fußball-Bundesliga. Bedenken gebe es, da Kirch mit seiner Agentur Sirius den Verkauf der Übertragungsrechte der Bundesliga-Begegnungen ab der Spielzeit 2009 abwickelt, gleichzeitig aber auch an der Firma EM.Sport beteiligt ist. Zu EM.Sport, an der Kirch 17,1 Prozent der Anteile hält, gehört auch der Sender DSF, der über die zweite Bundesliga berichtet.Das Kartellamt habe - so der Bericht der "FAZ" - Vertretern von Kirch und der Liga seine Bedenken bereits deutlich gemacht. Ein möglicher Ausweg sei, dass Krich sich von seiner EM.Sport-Beteiligung trennt, was dieser jedoch ablehne.
Die Zentralvermarktung der Liga, auf die das Kartellamt ebenfalls ein kritisches Auge geworfen hat, werde in ihrem Grundsatz nicht angegriffen. Allerdings ist dem Kartellamt die geplante Zulieferung kompletter Beiträge an die Inhaber der Bezahlfernseh-Rechte ein Dorn im Auge. Laut Kirch-Sprecher befinde man sich in "konstruktiven Gesprächen". Laut "FAZ" gebe es Spekulationen in der Branche, die DFL könnte sich wegen der aktuellen Kartellrechts-Probleme von Kirch trennen.



