Bevor am kommenden Mittwoch die neue Reality-Reihe "Gnadenlos gerecht", in der Sozialfahnder bei der Arbeit mit der Kamera begleitet werden, bei Sat.1 zum ersten Mal über den Bildschirm läuft, regt sich bereits Kritik an dem Format. In einem offenen Brief an Sat.1-Chef Matthias Alberti fordert das Erwerblsosen Forum Deutschland den Sender auf, klarzustellen, dass es sich bei den gezeigten Geschichten um Einzelfälle handele, die keinen Rückschluss auf eine weit verbreitete Situation in Deutschland zulassen würden.Das Forum befürchtet, die Sendung könne eine überzogene Debatte über den Missbrauch von Sozialleistungen auslösen, indem gezeigt wird, wie einzelne Leistungsbezieher die Einrichtungen des Sozialstaates ausnutzten ohne dass eine tatsächliche Bedürftigkeit vorliege.
Darüber hinaus kritisiert die Initiative, dass der Sender bei den Dreharbeiten mit der zuständigen Behörde im Landkreis Offenbach zusammengearbeitet habe, da diese Behörde bereits durch besondere Härte aufgefallen sei. "Wenn, wie in der Ankündigung der Doku beschrieben, Mitarbeiter sich Tag und Nacht auf die Lauer legen, zeigt dieses uns, dass sich hier nicht mehr an die Anweisungen der Bundesagentur für Arbeit gehalten wird. In ihren Richtlinien für die sogenannten Außendienstmitarbeiter werden derartige Methoden ausdrücklich nicht gestattet, weil dieses Aufgaben anderer hoheitlicher Stellen sind, die aber in der Regel durch richterliche Beschlüsse dazu legitimiert sind", sagte Martin Behrsing vom Erwerbslosen Forum Deutschland.
Laut einem Agenturbericht wies der Sender die Kritik zurück. Die Sendung berichte in ausgewogener Form über die gesellschaftliche Realität wird eine Sendersprecherin zitiert. Demnach sei der Missbrauch ebenso ein Thema wie die Hilfe, die von den Sozialfahndern geleistet werde.
Laut einem Agenturbericht wies der Sender die Kritik zurück. Die Sendung berichte in ausgewogener Form über die gesellschaftliche Realität wird eine Sendersprecherin zitiert. Demnach sei der Missbrauch ebenso ein Thema wie die Hilfe, die von den Sozialfahndern geleistet werde.



