"Die Lage ist dramatischer, als sie je war", teilte Bodo Hombach, Chef der WAZ-Gruppe laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" am Mittwoch den Arbeitnehmervertretern des Unternehmens mit. Der Sparkurs, den das Unternehmen nun einschlägt dürfte dann wohl auch entsprechend schwerwiegend werden. Am heutigen Freitag erscheinen die Tageszeitungen "WAZ", "WR", "NRZ" und "Westfalenpost" mit deutlich reduziertem Umfang.Hintergrund für die Maßnahme, von der die Redaktionen der Zeitungen laut einem Bericht der WDR-Nachrichten "Aktuelle Stunde" erst am Donnerstag Nachmittag in Kenntnis gesetzt worden sei, ist laut WDR-Angaben die schlechte wirtschaftliche Situation des Konzerns. Der Verlag hat den Bericht des WDR mittlerweile dementiert.
Das Dementi von WAZ-Unternehmenssprecher Paul Binder im Wortlaut: "Gestern über den WDR verbreitete Meldungen aus angeblich sicherer Quelle, die NRW-Titel der WAZ Mediengruppe reduzierten ihre Umfänge von 48 auf 32 Seiten, sind falsch. Die neue Richtgröße von 32 Seiten ist Folge von zurückgehendem Anzeigenvolumen, gerade im Ruhrgebiet. Die Regelumfänge pendelten schon immer zwischen 32 und 38 Seiten. Nur in seltenen Ausnahmefällen bei extremen Anzeigenvolumen gibt es Umfänge von 48 Seiten, was selbstverständlich auch in Zukunft bei entsprechendem Anzeigenumfang wieder möglich sein wird. Die Überschrift 'Dramatische Entwicklung bei der WAZ Mediengruppe' ist dramatisch falsch"
Laut "SZ"-Bericht sei es das Ziel der Geschäftsführung, in diesem Jahr "eine schwarze Null" zu erwirtschaften. Dafür sei es nötig, bei Sach- und Personalkosten 30 Millionen Euro einzusparen, berichtet die Zeitung. Dem Bericht zu Folge sagte Hombach, das Sparziel sei ohne "einen deutlichen Personalabbbau" nicht zu erreichen. Um schnell in Verhandlungen über einen Sozialplan eintreten zu können, habe die Geschäftsführung bereits einen Zeitplan vorgelegt, zitiert die "SZ" aus einer Mitarbeiterinformation der Geschäftsführer Hombach und Nienhaus.
Am 21. November soll der Bericht der Unternehmensberatung Schickler vorliegen. Dann will die Geschäftsführung den Betriebsrat abschließend über ihre Lösungsvorschläge informieren. Sollte bei den Sachkosten nicht gespart werden, könnten 300 der 900 Stellen des Unternehmens betroffen sein, heißt es in der "SZ". Eine Einigung über einen Personalabbau soll dem Bericht zu Folge bis zum 31. Januar 2009 erzielt werden. Nach wie vor sei auch die Zusammenlegung oder Schließung von Redaktionen Gegenstand der Diskussionen.
Am 21. November soll der Bericht der Unternehmensberatung Schickler vorliegen. Dann will die Geschäftsführung den Betriebsrat abschließend über ihre Lösungsvorschläge informieren. Sollte bei den Sachkosten nicht gespart werden, könnten 300 der 900 Stellen des Unternehmens betroffen sein, heißt es in der "SZ". Eine Einigung über einen Personalabbau soll dem Bericht zu Folge bis zum 31. Januar 2009 erzielt werden. Nach wie vor sei auch die Zusammenlegung oder Schließung von Redaktionen Gegenstand der Diskussionen.



