Der neue ARD-Programmdirektor Volker Herres denkt darüber nach, die politischen Magazinsendungen der ARD unter einer gemeinsamen Programm-Marke zusammenzuführen. Gegenüber der Zeitschrift "Gong" sagte Herres: "Wir haben sechs starke Redaktionen, alle arbeiten exzellent. Aber auch sechs Marken, da kann Vielfalt zur Schwäche werden".Herres habe Zweifel, ob die ARD in der digitalen Welt auf Dauer mit sechs verschiedenen Marken gut beraten sei, sagte er. Als Beispiel für eine Vereinigung der Programme aus verschiedenen Landesrundfunkanstalten unter einem Dach führt Herres die Wirtschaftssendung "Plusminus" an. Das Format wird von verschiedenen Sendern hergestellt. "Gleichwohl sind die Redaktionen eng verzahnt und haben sich auf ein einheitliches Konzept und Erscheinungsbild verständigt. Diesen Weg sollten wir beschreiten", so Herres.
Auch im Bereich Kultur sendet die ARD mittlerweile unter der einheitlichen Programm-Marke "Titel, Thesen, Temperamente". Unter welchem Namen die Sendungen künftig gezeigt werden könnten, lässt Herres offen. Auch darauf, welche der sechs Sendungen die erfolgreichste ist, will er sich nicht festlegen. "Das wechselt immer mal und liegt auch am Programmumfeld. Die Politmagazine sollten wir nicht nur nach Quoten, sondern nach journalistischer Qualität beurteilen", so Herres' diplomatische Antwort.
Derzeit sind im Ersten im Wechsel die politischen Formate "Panorama" (NDR), "Monitor" (WDR), "Report München" (BR), "Report Mainz" (SWR), "Fakt" (MDR) und "Kontraste" (RBB) zu sehen.
Derzeit sind im Ersten im Wechsel die politischen Formate "Panorama" (NDR), "Monitor" (WDR), "Report München" (BR), "Report Mainz" (SWR), "Fakt" (MDR) und "Kontraste" (RBB) zu sehen.



