Nicht nur 2009 wird für die Medienbranche angesichts der Wirtschaftskrise ein sehr hartes Jahr, auch 2008 litten etwa die Zeitschriften bereits unter wegbrechenden Anzeigen. Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger sprach bei der Vorlage bei der Analyse der Anzeigenumfänge von einem "sehr verhaltenen Anzeigenjahr 2008" und erwartet 2009 weiter leicht rückläufige Werbeinvestitionen.
Der VDZ-Analyse zufolge hat sich der Umfang der Anzeigenseiten in Zeitschriften im vergangenen Jahr insgesamt um 5,9 Prozent reduziert. Besonders hart traf es dabei die großen aktuellen Zeitschriften und Magazine. Der "Focus" büßte satte 19,5 Prozent seiner Anzeigenseiten ein, beim "Stern" lag der Rückgang bei 12,0 Prozent, der "Spiegel" verlor 10,1 Prozent. Das Trio veröffentlichte 2008 aber dennoch die meisten Anzeigenseiten aller Zeitschriften. Der "Stern" lag mit 3.500 Anzeigenseiten auf Rang 1 vor dem "Focus" mit 3.145 und dem "Spiegel" mit 3.112 Anzeigenseiten.
Doch nicht alle Genres waren gleichermaßen betroffen. So verzeichenten im vergangenen Jahr die wöchentlichen und monatlichen Frauenzeitschriften, die Kinderzeitschriften sowie die Reisemagazine stabile oder steigende Anzeigenumfänge. Durchweg zweistellige Steigerungen der Anzeigenseiten konnten im vergangenen Jahr die Titel "myself", "in – Das Star & Style Magazin", "Bild der Frau", "Leben + Erziehen", "Essen & Trinken", "Landlust" und "Tina" verzeichnen.
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