Zwei Jahre lang hatte die deutsche Ausgabe der "Vanity Fair" Zeit, sich im deutschen Markt zu behaupten - es ist ihr nicht gelungen. Die unter hohem finanziellen Aufwand und mit großem Getöse gestartete Zeitschrift wurde im Februar dieses Jahres trotzt vorheriger Bestandszusage von heute auf morgen vom Markt genommen. Die sich rapide verschlechternde wirtschaftliche Lage sei dafür verantwortlich, sagte Jonathan Newhouse, Chairman des "Vanity Fair"-Verlags Condé Nast, zur Begründung.Ganz tot ist die Zeitschriftenmarke in Deutschland noch nicht. So wird das Objekt nach wie vor im Internet weitergeführt. In einem Interview mit der Fachzeitschrift "Werben & Verkaufen" sagte Newhouse nun, das eine Rückkehr des Titels auch als Zeitschrift denkbar sei. Nachdem der Verlag in Deutschland nach einem rigiden Sparprogramm nun wieder profitabel arbeite, sollen in wenigen Jahren wieder neue Projekte gestartet werden.
Neben Überlegungen, Zeitschriften wie "Wired" und "Condé Nast Traveller" im deutschen Markt zu etablieren, "kann der Relaunch von 'Vanity Fair' als Monatstitel nicht ausgeschlossen werden. Manchmal braucht man eben einen zweiten Versuch", so Newshouse gegenüber "W&V". Eine Absage erteilte Newhouse Gerüchten, denen zu Folge der Verlag beabsichtigt, seine Deutschland-Aktivitäten zu verkaufen. Entsprechende Angebote seien ausgeschlagen worden. "Wir planen auch nicht, als Partner mit anderen deutschen Verlagen zusammenzuarbeiten", sagte Newhouse.



