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Interview-Kummer

Autor brachte gefälschte Interviews in "Neon" unter

 

Mit sofortiger Wirkung hat sich die "Neon"-Redaktion von einem Mitarbeiter getrennt, der Star-Interviews vorgelegt hat, die nie stattgefunden haben. Der entscheidende Tipp kam aus Amerika.

von Jochen Voß
19.03.2010 - 11:03 Uhr

NeonKummer bei der "Neon": Die Redaktion der Gruner + Jahr-Zeitschrift trennt sich vom Mitarbeiter Ingo Mocek, nachdem dieser der Redaktion Interviews mit zur Veröffentlichung eingereicht hat, die nicht wie vorgelegt stattgefunden haben. Die Redaktion wurde darauf aufmerksam, nachdem das Management der Musikerin Beyoncé Knowles einen Hinweis gegeben hatte. Laut einem Bericht bei "Spiegel Online" wurden die Manager skeptisch, dass Knowles in dem Interview nicht bestritten habe, einen Ehevertrag zu haben.

Mit dem Vorwurf konfrontiert habe Mocek schließlich bestätigt, die Dokumentation der Zeitschrift getäuscht zu haben. Darüber hat der Autor eingestanden, auch bei vier weiteren Texten geschummelt zu haben. Diese sind: "Soundtrack meines Lebens" von Musiker Slash aus dem Jahr 2004 und von Christina Aguilera aus dem Jahr 2006, sowie Kurzinterviews mit Snoop Doggy Dog im Jahr 2006 und in diesem Jahr mit Jay-Z. Die Redaktion wurde nach Recherchen einer internen Arbeitsgruppe auf die weiteren Texte aufmerksam.
 
 
Die Zeitschrift, die zum Markenkosmos des "Stern" gehört, bittet die Künstler, deren Managements und ihre Leser um Verzeihung. Die Zusammenarbeit mit Mocek sei mit sofortiger Wirkung beendet worden, von den Inhalten der Texte distanziert man sich. "Die Vorgänge sind in keiner Weise vereinbar mit den journalistischen und ethischen Maßstäben, nach denen die 'Neon'-Redaktion arbeitet", heißt es in einer Mitteilung der Redaktion.

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