Martin KrapfAufatmen auch in Köln. Nachdem die Staatsanwaltschaft München bereits im Januar die Ermittlungen gegen Ex-ProSiebenSat.1-Chefvermarkter Peter Christmann eingestellt hat, ist nun auch das Strafverfahren gegen Martin Krapf, Chef von RTL-Vermarkter IP Deutschland, in Köln eingestellt worden. Einen entsprechenden Bericht des Branchenmagazins "Kontakter" bestätigte eine IP Deutschland-Sprecherin am Montag auf DWDL.de-Nachfrage.

Wie bereits in München wurde das Verfahren gegen Krapf nun nach Paragraf 153 der Strafprozessordnung wegen Geringfügigkeit und ohne Auflagen eingestellt. Neben Krapf standen noch weitere Manager der Mediaszene im Visier der Ermittlungen, die nun eingestellt worden sind. Die Ermittlungen laufen bereits seit dem Jahr 2007 und stellten eine nicht unerhebliche Belastung für die Werbevermarkter dar.
 

 

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Hintergrund der Ermittlungen waren die umstrittenen Kickback-Praktiken der Werbevermarkter. Die Manager von IP Deutschland und SeveOne Media gerieten im Zuge der Ermittlungen des Bundeskartellamts auch in das Visier der Staatsanwaltschaften. Die Ermittlungsbehörden gingen Verdachtsmomenten auf Bestechung und Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr nach.