ZDFneo - Simone Emmelius © ZDF
Ausblick auf die kommenden Monate

ZDFneo-Chefin Emmelius: "Müssen Mainstream lernen"

 

In Hamburg präsentierte die neue ZDFneo-Chefin Simone Emmelius das Programm des Senders in den kommenden Monaten und gab einen Einblick in die mittelfristige Planung. Über neue Formate, neue Serien und die manchmal gefährliche Nähe zum Hauptprogramm...

von Thomas Lückerath
14.06.2012 - 19:08 Uhr

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74 Tage nach Amtsantritt als neue ZDFneo-Chefin gab Simone Emmelius in Hamburg der Presse einen Ausblick auf das Programm der kommenden Monate und ihre mittelfristigen Ziele mit dem jungen Digitalkanal. Eine 100 Tage-Schonfrist braucht Emmelius nicht: Die 53-Jährige ist seit dem Start des Senders am 1. November 2009 bereits als Leiterin der ZDFneo-Redaktion an Bord und hat ihn zusammen mit Norbert Himmler entwickelt. Seine Beförderung zum Programmdirektor des ZDF lässt Emmelius ans Ruder des Beiboots. Nach ihrem ersten öffentlichen Auftritt als neue Senderchefin ist klar: Sie will das Ruder nicht rumreißen - der Kurs bleibt unverändert. Aber es wird ordentlich nachgetankt. Emmelius freut sich zwar, dass die Hürde des Marktanteils von 1,0 Prozent in greifbare Nähe gerückt sei. Aber übersprungen ist sie eben noch nicht. Und ohnehin nur dann, wenn man die Digital-Haushalte betrachtet. Insgesamt liegt man bei 0,5 Prozent Marktanteil, egal ob beim Gesamtmarkt oder den 14- bis 49-Jährigen.

 

 

Da muss mehr drin sein, urteilte schon Norbert Himmler. Jetzt ist die Erfüllung dieser Aufgabe die Herausforderung von Simone Emmelius. Ihr internes Motto "Kein Trash, keine Langeweile". Man wolle Unterhaltung zeigen, aber gerne mit Anspruch. Als Programmschwerpunkte von ZDFneo macht sie drei Standbeine aus: Internationale Serien, Comedy und Factual Entertainment. In allen drei Bereichen will man in den kommenden Monaten nachlegen. Und auch ein "TV-Lab" soll es in diesem Jahr wieder geben. Man wolle weiter experimentieren, wenn auch Emmelius festhält: "Wir müssen Mainstream lernen und dürfen uns nicht in der Nische verrennen." So seien höhere Marktanteile nicht zu erzielen. Helfen sollen dabei neue Programme, einige davon kündigte die Senderchefin in Hamburg schon an.

Ende August startet "German Angst", auch ein Format aus jenem "TV-Lab" mit Micky Beisenherz, der schon Anfang August mit einer Neuauflage der Gameshow "Pyramide" zuerst bei ZDFneo und dann im Hauptprogramm zu sehen ist. Er ist für Emmelius ein Beispiel dafür, wie sich ZDFneo eigene Gesichter aufbaut. Bei dem Stichwort gibt es auch ein Datum für den Start der nächsten "neoParadise"-Staffel. Am 13. September sind Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf aus ihren "Sommerferien bei ProSieben" zurück. Die ZDFneo-Chefin hält sich mit einer Kommentierung der fragwürdigen ProSieben-Kommunikation vor einigen Wochen zurück. "Die Beiden sind glücklich bei ZDFneo", sagt sie. Und wiederholt die Antwort gleich noch einmal wenn man nachfragt, ob das bedeute, dass sie auch über das Jahr 2012 hinaus bei ZDFneo bleiben werden. Lieber erwähnte Emmelius da ein eigenes Web-Format für Palina das zeitgleich mit der nächsten "neoParadise"-Staffel starten soll.

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