Vieles hat man in den vergangenen Jahres versucht, doch auch weiterhin schreibt die "Frankfurter Rundschau" rote Zahlen. Trotz harter Sanierungsmaßnahmen wird sich auf absehbare Zeit daran auch nichts ändern, wie Franz Sommerfeld, Vorstand des Mehrheitseigentümers M. DuMont Schauberg, nun gegenüber der "Financial Times Deutschland" sagte. Einfacher ist die Situation für das Blatt jedenfalls nicht geworden, weil man zuletzt einen unerwartet starken Rückkgang beim Stellenanzeigen-Geschäft hinnehmen musste.
Sommerfelds Aussagen zufolge wird die "Frankfurter Rundschau" somit "auch im kommenden Jahr keine schwarzen Zahlen erreichen". Damit verfehlt die Zeitung das ursprünglich angelegte Vorhaben, wonach die "FR" bis spätestens 2013 zurück in die Gewinnzone geführt werden sollte. Bitter ist die Entwicklung auch für die SPD-Medienholding DDVG. Die Minderheitseigentümerin machte wegen der Verluste der "Frankfurter Rundschau" vor zwei Jahren erstmals selbst Verluste. Doch auch wenn die DDVG in dieser Woche erneut Verluste melden wird: Einen Aussteig bei der "FR" hatte man zuletzt stets bestritten.
Bei DuMont macht man sich indes Gedanken um die weitere Zukunft des Blattes. Zwar bestehe derzeit kein Anlass für einen Ausstieg, sagte Vorstand Franz Sommerfeld - doch ein klares Dementi entsprechender Spekulationen bleibt momentan aus. "Wenn wir einen hochinteressierten Käufer finden, der uns viel Geld dafür zahlen würde, würden wir das natürlich prüfen", so Sommerfeld in der "Financial Times Deutschland". Allzu viel Optimismus wird derzeit jedenfalls nicht mehr versprüht. "Wir schaffen gerade Möglichkeiten, neue Umsätze zu erzielen. Denn zum Sparen ist nicht mehr viel Luft."
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