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Unrentabel

RTL-Sender wollen DVB-T-Verbreitung einstellen

 

Wer sein TV-Signal terrestrisch via DVB-T bezieht, wird womöglich in absehbarer Zeit auf die Sender der Mediengruppe RTL Deutschland verzichten müssen. Schon ab Juni soll in München Schluss sein, in den übrigen Gebieten dann Ende 2014

von Uwe Mantel
17.01.2013 - 10:45 Uhr

Wer sein TV-Signal via Antenne, also DVB-T, empfängt, muss sich wohl entweder damit abfinden, künftig RTL, Vox, Super RTL, RTL II und n-tv nicht mehr empfangen zu können, oder sich nach einem alternativen Weg umsehen. Marc Schröder, bei der Mediengruppe RTL Deutschland für die strategische Unternehmensentwicklung verantwortlich, sagte gegenüber "W&V Online", dass man derzeit keine Möglichkeit für die Fortführung der Terrestrik auf Basis von DVB-T sehe.

Schon zum 1. Juni dieses Jahres sollen daher die Sender der Gruppe im Raum München aus dem DVB-T-Angebot verschwinden, in den übrigen Gebieten laufen die Verträge noch bis Ende 2014, dann soll aber voraussichtlich auch dort Schluss sein. Derzeit empfangen rund 3,7 Prozent der Haushalte in Deutschland ihr TV-Signal via DVB-T, vor allem in Ballungsräumen.

Als Gründe für den geplanten Ausstieg führt Marc Schröder unter anderem die fehlende Planungssicherheit an. So könne die Politik nicht garantieren, dass die DVB-T-Frequenzen auch über das Jahr 2020 hinaus zur TV-Übertragung genutzt werden. Eine langfristige Perspektive sei aber notwendig, auch weil für die Umrüstung auf den neuen Standard DVB-T2, der u.a. HD, Verschlüsselung und Pay-TV ermöglicht, hohe Investitionen nötig würden. Schröder betont, dass "eine Zukunft der Terrestrik für viele Sender unter stabilen ökonomischen Rahmenbedingungen nur verschlüsselt möglich" sei. Die Bundesländer, Regulierungs- und Aufsichtsbehörden ließen aber "den notwendigen Willen erkennen, ein solches Projekt zu unterstützen". Derzeit sehe man in jedem Fall "kein ökonomisch tragfähiges Geschäftsmodell", so Schröder.

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