Planetopia © Sat.1/Willi Weber
Keine grundsätzliche Einigung

Erste Annäherung: "Planetopia" geht erst mal weiter

 

Im Streit um die Sendezeiten für Drittanbieter haben sich Sat.1 und der Mainzer Medienunternehmer Josef Buchheit geeinigt, aber erst mal nur für drei Monate. "Planetopia" und "Weck Up" sollen jedenfalls so lange weitergehen.

von Alexander Krei
04.06.2013 - 10:13 Uhr

Im Streit um die Ausstrahlung von Drittanbieter-Sendungen hat es eine Annäherung zwischen Sat.1 und dem Mainzer Produzenten Josef Buchheit gegeben. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, haben sich beide Seiten darauf geeinigt, dass die Sendungen "Planetopia" und "Weck Up" in den kommenden drei Monaten weiter ausgestrahlt werden. Eine dauerhafte Lösung ist das freilich nicht: Bei ProSiebenSat.1 spricht man daher auch davon, dass es eine grundsätzliche Einigung über die Vergabe der Sendezeiten weiterhin nicht gebe.

Wie die "Rheinzeitung" berichtet, soll Buchheit mit seiner Firma News & Pictures für jede Folge des quotenschwachen Magazins "Planetopia" eine Rechnung von 150.000 Euro gestellt haben - Sat.1 wollte dagegen nur 86.000 Euro bezahlen. Buchheit sagte nun laut "FAZ", man habe sich auf eine "angemessene Finanzierung" geeinigt. Erst vor wenigen Tagen hatte das Verwaltungsgericht Schleswig die Klagen von Buchheit, der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK) und der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) gegen die Erteilung der neuen Sat.1-Lizenz bei der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) abgewiesen.

Der Sender hatte sich eine neue Medienaufsicht gewählt, weil man sich seit Jahren darüber ärgerte, dass die Medienhüter in Rheinland-Pfalz über einen langen Zeitraum hinweg stets dieselben Anbieter bei der Vergabe von Drittsendezeiten berücksichtigten. MA HSH-Direktor Thomas Fuchs ließ in der vergangenen Woche ausrichten, man wolle alles Mögliche dazu beitragen, beim Thema Drittsendezeiten zu einem für alle Seiten guten Ergebnis zu kommen. Wie das am Ende aussehen könnte, steht jedoch noch in den Sternen. Joef Buchheit zog seine gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Neustadt eingelegte Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht in Koblenz übrigens kurzfristig zurück.

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