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Sat.1 verlängert "Frühstücksfernsehen", aber…

Massiver Stellenabbau bei N24-Tochter MAZ&More

 

Es ist eine dieser Meldungen, die sich auf zwei Arten lesen lassen: Sat.1 hat sich mit der N24-Tochter MAZ&More vorzeitig auf eine Verlängerung des Produktionsvertrages für das "Frühstücksfernsehen" geeinigt. Doch offenbar zu Konditionen, die einen Stellenabbau nötig machen.

von Thomas Lückerath
06.08.2013 - 23:45 Uhr

Die gute Nachricht des Tages fühlt sich für viele Mitarbeiter der Berliner TV-Produktionsfirma MAZ&More, eine Tochter des Informationssenders N24, nur bedingt gut an: Der eigentlich Ende Juni 2014 auslaufende Vertrag über die Produktion des "Frühstücksfernsehen" für Sat.1 wurde verlängert, wie am Dienstagabend sowohl Sat.1 als auch MAZ&More bestätigen. "Tatsächlich haben wir heute die Mitarbeiter der MAZ&More darüber informiert, dass der Vertrag über die Produktion des Frühstücksfernsehens für Sat.1 bis Mitte 2016 verlängert wird und wir somit in dieser Hinsicht für die MAZ&More für die kommenden drei Jahre Sicherheit haben", erklärt N24-Sprecherin Kristina Faßler gegenüber DWDL.de und auch Sat.1-Sprecherin Diana Schardt sagt: "Es stimmt, wir haben aktuell einen neuen Vertag verhandelt."



Beide Seiten betonen, dass eine solche Planbarkeit über knapp drei Jahre im TV-Produktionsmarkt ungewöhnlich sei und ein klare Bekenntnis zueinander darstelle. Doch der Deal hat einen Haken. Nach DWDL.de-Informationen war eine Einigung nur mit einer deutlichen Preisreduzierung seitens MAZ&More durchsetzbar. Das hat Folgen: 23 Arbeitsplätze bei der Produktionfirma werden abgebaut. Über die genauen Konditionen für das "Frühstücksfernsehen" schweigen sich beide Seiten natürlich wenig überraschend aus. N24-Sprecherin Kristina Faßler betont jedoch einen anderen Aspekt: Bislang umfasste der Produktionsauftrag von Sat.1 auch ein tägliches Magazin. Doch das wurde längst eingestellt. Weil man nun einmal schon dafür bezahlt hatte, ließ Sat.1 sich zuletzt für den Schwestersender Sat.1 Gold ein Magazin zuliefern. Doch das soll künftig auch entfallen oder aus Archiv-Ware bestückt werden.

"Da beide Sendungen bisher synergetisch kalkuliert waren und auch so produziert wurden, wird es zu einem Stellenabbau kommen", erklärt Faßler am späten Dienstagabend und bestätigt die Zahl von 23 betroffenen Mitarbeitern. Während durch den Wegfall des Magazins künftig zwar täglich ein Zehntel weniger Programm erstellt wird, trifft der Abbau von 23 Arbeitsplätzen jedoch gleich jeden dritten Mitarbeiter der Produktionstochter. Nach DWDL.de-Informationen will MAZ&More vor dem Hintergrund der neuen Rahmenbedingungen für die Fortführung der Produktion des "Frühstücksfernsehen" auch alle Verträge mit Dienstleistern neu verhandeln. Das betrifft dann u.a. auch den Berliner TV-Dienstleister Fernsehwerft, der am Dienstag ebenfalls schon einmal seine Mitarbeiter vorwarnte. Die Verlängerung des Auftrages für das Sat.1-"Frühstücksfernsehen" ist somit eine gute und schlechte Nachricht zugleich für den Produktionsstandort Berlin, zu dem man sich weiterhin klar bekenne, wie Sat.1-Sprecherin Diana Schardt betont.

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