Matthias Opdenhövel und Mehmet Scholl © WDR
An Scholls Seite

Fußball-WM: ARD macht Opdenhövel zur Nummer 1

 

Matthias Opdenhövel wird im Sommer als Hauptmoderator für die ARD von der WM aus Brasilien berichten - weil er der beste Rampenbauer für Mehmet Scholl ist. Gerhard Delling muss dagegen als Reporter ins deutsche Quartier ausweichen.

von Alexander Krei
01.04.2014 - 11:08 Uhr

Am Donnerstag werden ARD und ZDF in Hamburg ihre Pläne für die Berichterstattung zur Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien vorstellen. Mit großen Überraschungen ist allerdings kaum noch zu rechnen, zumal die "Süddeutsche Zeitung" im Vorfeld nun über eine weitere spannende Personalie berichtet. Demnach wird Matthias Opdenhövel an die Spitze der Sportmoderatoren im Ersten aufrücken. Gerhard Delling, der über viele Jahre hinweg zusammen mit Günter Netzer ein kongeniales Duo bildete, wird im Gegenzug degradiert und soll sich aus dem Quartier der deutschen Nationalmannschaft melden.

Nach Netzers Abschied hatte die ARD ihrem neuen Experten Mehmet Scholl mit Matthias Opdenhövel, Gerhard Delling und Reinhold Beckmann gleich drei verschiedene Moderatoren zur Seite gestellt. Dass man sich nun für Opdenhövel entschieden hat, sei eine schwierige Entscheidung gewesen, betonte ARD-Programmdirektor Volker Herres gegenüber der "SZ". Er schätze Delling, der "weit über seine Sportkompetenz hinaus ein großartiger Journalist" sei. Doch das war offensichtlich nicht ausreichend, um dauerhaft an der Seite von Mehmet Scholl bestehen zu können.

Über den sagt Herres, er sei ein "Glücksfall". Mit ihm verbreite sich "Frische, Leichtigkeit, ein Schmunzeln" und Opdenhövel habe es gut verstanden, Scholl "eine Rampe" zu bauen. Eine Rampe, auf der für Delling kein Platz mehr ist. Und auch Reinhold Beckmann, der bei der WM zunächst noch die um Mitternacht deutscher Zeit angepfiffenen Partien moderieren wird, muss kürzertreten. Weil es Spiele mit später Anstoßzeit nur in der Vorrunde gibt, wird Beckmann bereits mit Beginn der K.O.-Runde nicht mehr als WM-Moderator in Erscheinung treten. Das sei "völlig okay", so Beckmann in der "Süddeutschen".

Immerhin darf er aber bereits im April nach Brasilien, um für ein Filmprojekt drei Wochen lang zusammen mit Giovane Elber durchs Land zu reisen. Mit Elber an seiner Seite wird Beckmann dann auch während der Weltmeisterschaft für die ARD auf Sendung gehen. Personell tut sich also einiges bei der anstehenden WM. Erst kürzlich hatte das "Hamburger Abendblatt" berichtet, dass auch das ZDF Veränderungen plant. Demnach soll Oliver Welke im Sommer gemeinsam mit Oliver Kahn die WM moderieren. Katrin Müller-Hohenstein wird dagegen - wie Gerhard Delling - ins Quartier der Nationalmannschaft geschickt.

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