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Für weniger Geld

Sky erwirbt Löwen-Anteil der Premier-League-Spiele

 

Der Pay-TV-Anbieter Sky hat sich in Großbritannien beim Poker um die TV-Rechte an der Premier League durchgesetzt. BT erhielt den Zuschlag für ein kleineres Paket. Zusammen überweisen beide Unternehmen weniger Geld an die Liga als bisher.

von Alexander Krei
13.02.2018 - 20:35 Uhr

Sky hat sich bei der Vergabe der englischen Premier League durchgesetzt. Der Pay-TV-Sender wird in Großbritannien auch weiterhin einen großen Teil der Spiele live übertragen. Wie die Fußball-Liga mitteilte, erwarb Sky vier Pakete, die für den Zeitraum zwischen  2019/20 und 2021/22 jährlich 128 Spiele umfassen und damit zwei mehr als bisher. An Bord ist auch weiterhin die British Telecom, die sich jedoch bei nur einem Paket durchsetzen konnte. Hierbei handelt es sich um 32 Spiele pro Saison am Samstagmittag, die jedoch nicht mehr so attraktiv sind wie in der Vergangenheit.

Durch die Vereinbarung mit Sky und BT nimmt die Premier League 4,46 Milliarden Pfund für drei Spielzeiten ein, umgerechnet also etwa fünf Milliarden Euro. Die Summe liegt unter dem Preis, den die beiden Anbieter bisher zahlten. Das war erwartet worden, nachdem sich Sky und BT kürzlich auf eine Kooperation verständigt hatten. Diese sieht vor, dass die Anbieter künftig auch die Inhalte des jeweils anderen verbreiten dürfen. In den vergangenen Monaten war auch US-Playern aus dem Silicon Valley ein Interesse an der Premier League nachgesagt worden.

Allerdings verweist die Premier League darauf, dass zwei Pakete mit insgesamt 40 Spielen an Feiertagen und in "englischen Wochen" noch nicht vergeben wurden, für die es "mehrere Bieter" gebe. Weil diese jedoch nicht so hochkarätig sind wie die nun bereits an Sky vergebenen Pakete, dürfte das Einnahmen-Wachstum der englischen Liga diesmal deutlich geringer ausfallen als in der Vergangenheit. Durch diese Pakete will die Premier League neuen Playern den Einstieg in die Übertragungen erleichtern.

Der "Guardian" hatte kürzlich jedoch berichtet, dass Facebook, Google und Netflix noch nicht bereit seien, in den Bieterwettstreit einzusteigen. Allenfalls Amazon wird noch ein ernsthaftes Interesse nachgesagt.

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