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Geschäftszahlen vorgelegt

Unitymedia steigert Umsatz, aber Sorgen um Übernahme

 

Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia hat seinen Umsatz im zweiten Quartal steigern können. Doch mit Blick auf die geplante Übernahme durch Vodafone gibt es neue Sorgen: Das Bundeskartellamt möchte die Fusionsprüfung möglichst nach Deutschland ziehen.

von Alexander Krei
09.08.2018 - 08:37 Uhr

Noch steht grünes Licht für die geplante Übernahme durch Vodafone zwar aus. Die Geschäftszahlen, die Unitymedia am Donnerstag vorgelegt hat, dürften aber auch den künftigen Besitzern gefallen. Der Umsatz des Kabelnetzbetreibers stieg im zweiten Quartal des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf mehr als 611 Millionen Euro, im Geschäftskundenbereich gelang sogar eine Verdopplung des Umsatzes. Insgesamt gewann Unitymedia 61.000 Internet-, Telefonie- und TV-Abonnements im zweiten Quartal 2018 hinzu, unterm Strich abonnierten 30. Juni 7,2 Millionen Kunden knapp 13,2 Millionen TV-, Internet- und Telefonie-Dienste.

Der eingeschlagene Weg soll daher auch nach dem angekündigten Abschied von CEO Lutz Schüler weiter beschritten werden. "Unitymedia steht für hohe Internetgeschwindigkeit und beste Unterhaltung. Diese Marktpositionierung wollen wir festigen und erweitern", sagte Winfried Rapp, Chief Financial Officer und designierter CEO von Unitymedia. "Mit dem Strategieprogramm 'New Wave' stellen wir unsere Kunden noch stärker in den Mittelpunkt und konzentrieren uns darauf, sie an allen Kontaktpunkten positiv zu überraschen. Über Kundenzufriedenheit zu wachsen, das ist unser erklärtes Ziel."

"New Wave“ konzentriert sich nach Angaben des Unternehmens auf die drei Kernbereiche Netz, Produkte und Kundenservice. Als Maßnahmen nennt Unitymedia etwa Kapazitätserweiterungen im Netz, Modernisierung maroder Hausverteilanlagen und eine Verstärkung der Präsenz an den Service-Hotlines und auf den Social-Media-Plattformen.

Bei aller Zufriedenheit über die neuen Zahlen besteht unterdessen neue Sorgen bezüglich der geplanten Übernahme durch Vodafone. Das Bundeskartellamt will die Fusionsprüfung nämlich nach Deutschland ziehen. "In Absprache mit dem Bundeswirtschaftsministerium prüfen wir derzeit einen Antrag auf Rückverweisung nach Bonn", sagte Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt gerade der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und warnte zugleich vor voreiligen Schlüssen.

"Es ist zu ein­fach, zu sa­gen, die Fu­si­on ist pri­ma, weil sie der Te­le­kom Bei­ne ma­chen wird. Wir müss­ten uns auch sehr ge­nau an­schau­en, was die Über­nah­me zum Bei­spiel für die Verhand­lungs­macht ge­gen­über den Fern­seh­an­stal­ten be­deu­tet, die ih­re Pro­gram­me ein­speisen", so Mundt. "Auch der Ge­stat­tungs­markt, al­so die Ka­bel­ver­sor­gung von Miets­häu­sern, wirft Fra­gen auf, nicht zu­letzt, weil das Ne­ben­kos­ten­pri­vi­leg das Fern­seh­ka­bel ge­gen­über Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­lei­tun­gen im­mer noch be­güns­tigt."

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