Nathalie Wappler Hagen © MDR/Hagen Wolf
MDR-Programmdirektorin geht zum SRF

Wappler Hagen hätte sich mehr Veränderungen gewünscht

 

MDR-Programmdirektorin Nathalie Wappler Hagen verlässt Deutschland im kommenden Jahr schon wieder, um Direktorin des öffentlich-rechtlichen Schweizer Radio und Fernsehens SRF zu werden. Gegenüber "Spiegel Online" hat sie sich nun zu den Gründen ihres Abgangs geäußert.

von Timo Niemeier
08.11.2018 - 16:26 Uhr

Erst 2016 ist Nathalie Wappler Hagen zum MDR gekommen. Jetzt verlässt sie den Sender schon wieder, im April 2019 wird sie SRF-Chefin (DWDL.de berichtete). Beim MDR bedauert man den Schritt der Programmdirektorin, Intendantin Karola Wille sagte aber auch, dass man sich über den Erfolg von Wappler Hagen freue. "Darin sehen wir auch eine Anerkennung ihres Engagements beim Entwicklungsprozess des MDR", so Wille. Gegenüber der Medienjournalistin Ulrike Simon hat sich Wappler Hagen bei "Spiegel Online" nun noch einmal zu den konkreten Beweggründen für ihren Weggang geäußert.

So spannend die Aufgabe beim SRF für die gebürtige Schweizerin auch ist - die Gründe für den Abgang Wappler Hagens liegen offenbar auch beim MDR. "Wenn du nach zwei Jahren spürst, dass sich auch in den nächsten drei Jahren viel weniger verändern wird als du es dir wünschen würdest, steigst du eben ab vom Pferd". Die Programmdirektorin des MDR kritisiert also recht offen, dass sich beim Sender in den vergangenen Jahren zu wenig geändert hat - und dass sich das auf absehbare Zeit wohl auch nicht ändern wird.

Über Karola Wille findet Wappler Hagen ausschließend lobende Worte. Sie sei ihre für die Erfahrungen beim Sender "unendlich dankbar", so die Schweizerin bei "Spiegel Online". Sie schätze die MDR-Intendantin aber auch für ihre "Zähigkeit und auch für ihre hohe Frustrationstoleranz".

Beim SRF erwarten Wappler Hagen in der Zukunft, offenbar anders als beim MDR, größere Veränderungen. Der Sender stellt sich auch wegen der im Frühjahr erfolgten "No Billag"-Abstimmung neu auf. Künftig sollen unter anderem 50 Prozent der Gebühreneinnahmen in die Information fließen, 2016 waren es nur 39 Prozent.

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