eSports1 © Sport1
Sport1 US muss weichen

Neuer eSports-Sender von Sport1 kommt schon im Januar

 

Der erst vor wenigen Monaten von Sport1 angekündigte eSports-Sender erblickt schon im Januar das Licht der Welt. eSports1, so der Name des Kanals, wird als Pay-TV-Sender Sport1 US ersetzen, im gleichen Atemzug will man Sport1+ breiter aufstellen.

von Timo Niemeier
28.11.2018 - 08:00 Uhr

Sport1 drückt in Sachen eSports mächtig auf die Tube. Erst im August bestätigte der Sender, dass man an einem eigenen eSports-Sender arbeitet (DWDL.de berichtete) und schon im kommenden Januar soll der neue Sender nun tatsächlich schon starten. Wie Sport1 gegenüber DWDL.de bestätigte, geht der Kanal unter dem Titel eSports1 am 24. Januar 2019 in Deutschland, Österreich und der Schweiz on Air. 24 Stunden am Tag soll es dann künftig um bekannte Online-Spiele wie League of Legends, Dota 2, Counter Strike, Overwatch oder Fifa 19 gehen.

eSports1 ist als Pay-TV-Sender angelegt und wird Sport1 US ersetzen, der dem neuen Ableger komplett weichen wird. Als Sparmaßnahme im Bereich US-Sport will man das aber nicht verstanden wissen. Die aktuellen Highlights von Sport1 US, von der NBA bis zur NHL, sollen zu Sport1+ wandern, diesen Sender stellt man mit den neuen Inhalten künftig breiter auf. eSports1 wird zum Start über die Plattformen von Vodafone Deutschland, Telekom, Unitymedia, 1&1, T-Mobile Austria, A1 Telekom, UPC Schweiz und Zattoo verbreitet. Zudem gibt es eine eigene App, auf der die Inhalte ebenfalls verfügbar sein sollen.

2019 will Sport1 auf seinem neuen eSports-Kanal mindestens 1.200 Live-Stunden von internationalen und nationalen eSports-Events übertragen. Geplant sind außerdem Highlight-Sendungen und eigenproduzierte Magazine. Die Programminhalte werden laut dem Sender von der eigenen eSports-Redaktion gemeinsam mit Experten und Influencern aus der deutschsprachigen eSports-Community kuratiert, redaktionell aufbereitet und präsentiert. Einige große Events will man auch auf Deutsch kommentieren.

Highlight zum Start des neuen Senders im Januar ist das Dota-2-Event "The Chongqing Major", in China kämpfen Spieler zwischen dem 19. und 27. Januar in 16 Teams um ein Preisgeld in Höhe von einer Million Dollar. Weitere Inhalte will eSports1 in den kommenden Monaten kommunizieren, auch Content-Partnerschaften sollen "in Kürze" bekanntgegeben werden. Laut Sport1 sind Kooperationen mit "namhaften Playern" geplant.

"Wir haben eSports im gesellschaftlichen Diskurs von Beginn an konsequent als Sportart klassifiziert und darüber berichtet."
Olaf Schröder, Vorstandsvorsitzender der Constantin Medien AG und Vorsitzender der Geschäftsführung der Sport1 GmbH

Olaf Schröder, Vorstandsvorsitzender der Constantin Medien AG und Vorsitzender der Geschäftsführung der Sport1 GmbH, sagt zum neuen Sender: "Mit unserem neuen Sender eSports1 unterstreichen wir unsere Vorreiterrolle im Bereich eSports und bauen unser Engagement weiter aus. Wir haben eSports im gesellschaftlichen Diskurs von Beginn an konsequent als Sportart klassifiziert und darüber berichtet." Tatsächlich setzt Sport1 seit Jahren auf eSports und hat im November 2015 einen entsprechenden Channel auf seiner Webseite eingerichtet. Im Juni 2016 übertrug man erstmals ein Live-Event. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Reichweiten im linearen TV bislang eher überschaubar waren. 

"Durch diese Pionierarbeit haben wir uns bei der jungen eSports-Zielgruppe im deutschsprachigen Raum aktuellen Studien zufolge als Leitmedium etabliert und fungieren, dank der Einordnung der Events und der Analysen zu Teams und Akteuren durch unsere eigene eSports-Redaktion sowie Experten und Influencer, als Kompass im komplexen eSports-Kosmos", so Schröder. Durch den Start des neuen Senders wolle man die Präsenz des Themas eSports auch bei den werbungtreibenden Unternehmen sowie Branchenverbänden und in der Politik weiter erhöhen, so Schröder.

Über den Autor

Timo Niemeier schreibt mit kleiner Unterbrechung seit 2014 für DWDL.de, er lebt in Wien und ist damit der Alpen-Beauftragte. Mag seichte Unterhaltung ebenso wie anspruchsvolle High-End-Serien, kann sich aber auch in Geschäftsberichten verlieren.

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