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Effektiver und agiler?

Umbau bei Sky soll bis September abgeschlossen sein

 

Sky-Chef Carsten Schmidt hat den derzeit laufenden Umbau im Unternehmen in einem Interview als normalen Vorgang beschrieben. Dieser soll bis September abgeschlossen sein. Man wolle effektiver und agiler werden, sagt Schmidt.

von Timo Niemeier
29.07.2019 - 11:28 Uhr

Ende Juni ist bekannt geworden, dass mit Roman Steuer und Ralph Fürther zwei hochrangige Manager Sky verlassen. Kurz darauf berichtete DWDL.de über einen noch größeren Stellenabbau beim Pay-TV-Unternehmen. Jetzt hat Sky-Chef Carsten Schmidt dem "Handelsblatt" ein Interview gegeben. Dort sagt er, dass das, was jetzt bei Sky passiere, "jedes erfolgreiche Unternehmen tun sollte". Man erfinde sich ein Stück weit neu. In den vergangenen Jahren seien durch das Wachstum Strukturen und Abläufe entstanden, die man nun anpasse. 

Künftig wolle man "effektiver und agiler" werden, sagt Schmidt. Der Sky-Chef unterstreicht in dem Interview dann auch nochmal, dass man eine zweistellige Anzahl an Stellen streichen werde. "Wir gehen den Weg unter anderem über ein Freiwilligenprogramm, das die Mitarbeiter kommunikativ mitnimmt und absolut transparent ist. Bis September wird dieser Prozess abgeschlossen sein." Insgesamt arbeiten rund 2.000 Mitarbeiter am Standort Unterföhring. Gleichzeitig betont Schmidt, dass man auch neue Mitarbeiter einstelle. Man wolle ein digitales Unternehmen werden. Das heißt wohl: Es sind künftig andere Qualifikationen nötig als bislang. Ködern will man neue Mitarbeiter mit E-Learning-Angeboten und flexiblen Arbeitsmöglichkeiten. 

In dem Interview versichert Schmidt auch, dass er das Unternehmen "genauso frei führen" könne wie immer schon. Gleichzeitig sagt er direkt im Anschluss, dass er keine genauen Angaben zur Geschäftsentwicklung in Deutschland machen darf. Seit Sky zu Comcast gehört, werden für die einzelnen Sky-Märkte keine gesonderten Zahlen mehr veröffentlicht. Zuletzt kam immer wieder die Frage auf, inwieweit Sky Deutschland überhaupt noch eigenständig agiert oder doch nur eine Filiale der Sky-Gruppe ist, die Anweisungen aus London umsetzt. 

Die Entscheidung, welche deutschen Eigenproduktionen entwickelt und produziert werden, soll aber auch weiterhin in Deutschland getroffen werden. "Bei uns kümmert sich eine kleine Mannschaft von unter zehn Leuten um unsere eigenen Serienproduktionen. Dies wird auch weiterhin so sein, dazu kommt über die Sky Studios ein um ein Vielfaches größeres Team im internationalen Verbund", sagt Schmidt. Dadurch könne man den Output schneller erhöhen. In den kommenden fünf Jahren wolle man die Zahl der Sky Originals europaweit mehr als verdoppeln. 

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