Als Johannes B. Kerner im Frühjahr für den Börsengang der Fluggesellschaft Air Berlin warb, rief dies heftige Kritik hervor. Kerner selbst findet an seinen umstrittenen Werbeverträgen allerdings überhaupt nichts verwerfliches, wie er in einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" sagte. Schließlich sei er trotz der Werbevertärge ja "nicht auf irgendeine Art abhängig".
Gleichzeitig übte er Kritik an seinem Sender: "Ich hätte mir deshalb gewünscht, aus diesem Bereich des Senders etwas mehr Rückhalt zu bekommen", so der ZDF-Moderator. Seinen Kritikern unterstellt er "eine gute Portion bösen Willen".
Hervorgerufen werde dieser böse Wille vor allem durch Neid. "Ich habe etwas Neues riskiert, viermal wöchentlich einen Talk im Fernsehen, und das in einem relativ seriösen Umfeld. Es hat funktioniert, und dieser Erfolg erzeugt Neid."
Kerner weiter: "Eine Sau muss ja durchs Dorf getrieben werden ... Es war sicher für manche besonders reizvoll, dem netten Herrn Kerner eins mitzugeben - das dann auch noch in Kombination mit dem erfolgreichen Unternehmer Hunold! Zwei dicke Mücken mit einer Klappe! Da konnte man mal so richtig draufsemmeln."
Schließlich gewann Kerner seiner Werbetätigkeit sogar noch positive Seiten ab. So könnten seine Sendungen durch die Werbeauftritte sogar noch profitieren. "Man kann durch Werbung auch neues Publikum finden", sagt Kerner. "Die Rezipienten von Fernsehwerbung sind ja hauptsächlich jüngere Leute, ein Publikum, das sich traditionell beim ZDF nicht gerade zuhauf versammelt."
von 


