Nichts wird aus den Plänen einer Zeitschrift mit Produkttests aus dem Hause Springer, ebensowenig aus der in Entwicklung befindlichen Sonntags-Zeitschrift unter dem Namen "Objektiv". Der Verlag stellte beide Entwicklungsprojekte wieder ein, wie "Kress" berichtet.
Dem Projekt "Test Bild" würden nach einer "grundlegenden verlegerischen Prüfung durch den Geschäftsführer Philipp Welte zu geringe wirtschaftliche Perspektiven eingeräumt", so der Verlag. Die Entwicklung des Hefts wurde einst von "Computer Bild"-Gründer Harald Kuppek vorangetrieben, der den Verlag offenbar wegen unterschiedlicher Auffassungen bezüglich des Konzeptes der Test-Zeitschrift im November vergangenen Jahres verließ.
In der Folge machte die geplante Test-Zeitschrift eine kuriose Wandlung durch. Schließlich sollten Teile des "Test Bild"-Konzepts in eine neues aktuelles Magazin einfließen, das sonntags erscheinen sollte und somit "Focus" und "Spiegel" Konkurrenz gemacht hätte. Bekannt wurde das geplante Heft unter dem Namen "Objektiv". Schon seit Jahren gibt es bei Springer Pläne für ein derartiges Heft, keine der Entwicklungen brachte es jedoch je zur Marktreife.
Auch das von "Welt am Sonntag"-Chefredakteur Christoph Keese entwickelte "Objektiv" nun offenbar nicht. "Auch der journalistische Versuch der Modifikation der Testzeitschrift in ein nutzwertorientiertes Informationsmagazin" habe Welte beendet, so der Verlag. Vom Aus der Entwicklungsprojekte seien nun knapp 20 Mitarbeiter betroffen, Springer wolle sozialverträgliche Lösungen suchen, könne laut "kress" betriebsbedingte Kündigungen aber nicht ausschließen.
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