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US-Update vom 07. Juni

"Borgias" beerdigt, "Nurse Jackie" weiter im Dienst

 

Showtime setzt ein letztes Amen unter die Serie "The Borgias", HBO beendet "Eastbound & Down". Keine Rettung gibt's wohl auch für "Body & Proof" und "Happy Endings". "Nurse Jackie" darf hingegen bleiben. Unterdessen räumt Jay Leno auf seiner Abschiedstour ab

von R. Pfaff / U. Mantel
07.06.2013 - 12:14 Uhr

  • Die Borgias. Sex. Macht. Mord. Amen. (Staffel 2)
    © LB Television Productions Limited/Borgias Productions Inc./Borg Films kft
    Aus vier mach drei. Neil Jordan hätte seine Historienserie über Sex, Macht, Mord und Amen gerne in vier Staffeln erzählt, jedoch wurde dieser Plan nun endgültig vom Heimatsender der "Borgias" durchkreuzt. Showtime hat der Weiterführung der Dramaserie eine Abfuhr erteilt, damit wird die Serie des Oscarpreisträgers Jordan über die berühmt-berüchtigte Familie mit der dritten Staffel und der Folge "The Prince" enden. Auch seine Idee, die Geschichte über Papst Alexander VI. nicht mit einer ganzen Staffel, sondern wie bei "The Big C", mit einem Film zu beenden, soll nicht umgesetzt werden. Zum einen ist wohl der gesunkene Zuschauerzuspruch ein Grund der zur Entscheidung von Showtime führte, aber auch das neue Prestige-Projekt "The Vatican" mit unter anderem Bruno Ganz soll durch die ähnliche Thematik der Serie den Todesstoß versetzt haben.
  • Nurse Jackie
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    Ob Edie Falco bald mehr mit Jackie Peyton als mit Carmela Soprano in Verbindung gebracht werden wird? Showtime trägt zumindest seinen Teil dazu bei, denn wenige Tage vor dem Staffelfinale der fünften Staffel, gab der Sender grünes Licht für eine weitere Runde der Dramedy "Nurse Jackie". Die 2010 mit einem Emmy für die Hauptrolle der Krankenschwester in der Notaufnahme eines New Yorker Krankenhauses ausgezeichnete Edie Falco kommt mit sechs Staffeln Jackie Peyton ihrem Rekord des langjährigen Engagements als Carmela Soprano bei der HBO-Serie "The Sopranos", die sieben Staffeln umfasste, immer näher. Da die Showtime-Serie gegenüber dem Vorjahr noch an Zuschauerschaft gewinnen konnte, ist die Fortführung zu erwarten gewesen, ganz im Gegenteil ist ein Ende der Serie derzeit nicht in Sicht. Hinter den Kulissen hatte Clyde Phillips den Posten des Showrunners nach der vierten Staffel übernommen, auch er ist in der kommenden Staffel, die 2014 ausgestrahlt werden soll, wieder in gleicher Funktion mit dabei.
  • Eastbound & Down
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    Die Geschichten über den ebenso selbstsüchtigen wie selbstzerstörerischen, ehemaligen Profi-Baseballspieler Kenny Powers (Danny McBride) kommen nach der vierten Staffel zu einem Ende, obwohl HBO großes Interesse an der Weiterführung der Comedy-Serie "Eastbound & Down" hatte. Einwände gegen eine Verlängerung der Serie nach der vierten Staffel, die acht Episoden umfassen wird, hatten jedoch die Macher der Serie, die das Serienfinale ursprünglich sogar gerne mit dem Staffelfinale der dritten Staffel kombiniert hätten, womit das jetzt verkündete Ende nur zwangsläufig erscheint. Dem Sender gelang es damals jedoch die Produzenten, unter anderem Will Ferrell, umzustimmen und für eine weitere, vierte Staffel zu begeistern. Die Bekanntmachung des baldigen Endes fiel nun mit der Veröffentlichung des Starttermins der finalen Staffel am 29. September zusammen, wie auch dem Tag des Produktionsbeginns am heutigen Freitag.
  • Community
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    "Yes yes yes! I'm back I'm back I'm back!" - Dan Harmons Tweets der letzten Tage, die zudem diverse Namen von Castmitgliedern der NBC-Comedy "Community" beinhalteten, lassen auf seine Rückkehr für die fünfte Staffel der Serie schließen. Auch wenn ein offizielles Statement von Sender-Seite bislang ausblieb, ist Twitter mittlerweile ein beliebtes Medium, Entscheidungen vorab zu verkünden, so wohl auch in diesem Fall. Nachdem der Showrunner und Ideengeber von "Community", der Sitcom über das Greendale College in Colorado, im Zuge mehrerer Auseinandersetzungen gegangen wurde, konnte er in der Zwischenzeit auch Chevy Chase überleben, mit dem er sich während der Zusammenarbeit zerstritten hatte. Das Ende der vierten Staffel bescherte dem Charakter Chases, Pierce Hawthrone, seinen Abschluss und besiegelte damit seinen Serien-Abgang, womit es in der kommenden fünften Staffel zumindest eine Eklat-Gefahrenquelle weniger geben dürfte. Ausgestrahlt werden soll die neue Staffel in der Season 2013/2014, wann jedoch genau, ist momentan noch nicht bekannt.
  • Body of Proof
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    Schlechte Aussichten haben laut Branchendienst Deadline Hollywood aktuell die beiden bei ABC abgesetzten Serien "Body of Proof" und "Happy Endings". Bei letzterem wurde USA Networks als heißer Kandidat für eine Fortführung gehandelt, allerdings hat sich der Sender nun aus den Verhandlungen zurückgezogen. Das geringe Zuschauerinteresse an "Happy Endings", ebenso wie die geplante Unterstützung eigener halbstündiger Comedy-Serien seien ausschlaggebende Gründe bei der Entscheidung gewesen. Produktionsstudio Sony TV versucht angeblich in Amazon oder Netflix einen möglichen Abnehmer zu finden, ob dieses Vorhaben von mehr Erfolg gekrönt sein wird, muss sich zeigen. Auch wenn "Body of Proof" im Gegensatz dazu und beflügelt durch eine inhaltliche Neuausrichtung mit 11 Millionen Zuschauern im Schnitt punkten konnte, kostete der Wert in der werberelevanten Zielgruppe der ABC-Serie den Kopf. Die Serie wurde nach der dritten Staffel eingestellt, weswegen sich Produktionsstudio ABC Studios um eine Fortführung an anderer Stelle bemühte. Bekannt wurde nun, dass auch dort alle Interessenten abgesprungen sind, Showrunner Evan Katz bereits eine Position bei der "24"-Miniserie als Angebot vorliegen habe.
  • Comedy Central USA
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    Enttäuscht sein dürften auch die Fans der Animationsserie "Ugly Americans", denn die Macher gaben via Facebook das endgültige Ende der Serie bei Comedy Central bekannt, die dort seit der quotentechnisch enttäuschenden, zweiten Staffel im letzten Jahr vor sich hin ruhte. Auch wenn sich die Kreativköpfe der Serie um eine Fortsetzung bei Comedy Central bemühten und momentan sogar in Erwägung ziehen, das Serienuniversum unter einem anderen Dach weiter leben zu lassen, sind (urheber)rechtliche Grenzen und Probleme bei der Finanzierung anscheinend zu große Baustellen, die sich schlecht aus dem Weg räumen lassen. Zu groß erscheinen die Hindernisse zumindest aus Sicht von Comedy Central.
  • Starz
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    Dem Ideengeber von „Battlestar Galactica“, Ron Moore, wurde vor einem halben Jahr die Aufgabe übertragen, die Buchreihe „Outlander“, in Deutschland als „Highland Saga“ bekannt, von Bestseller-Autorin Diana Gabaldon zu einer Serie für den Sender Starz zu verarbeiten. Laut "Deadline Hollywood" hat sich die Buchautorin nun im Rahmen einer Buchmesse dahingehend verplappert, dass der Sender die Bestellung der Serie in Auftrag gegeben hat. Offiziell bestätigt hat Starz dies noch nicht, ebenso wenig wie die im Raum stehende, ungewöhnlich hohe Anzahl von sechzehn Folgen für die erste Staffel. Die Romanreihe dreht sich um die selbstbewusste Claire, die im Zweiten Weltkrieg als verheiratete Krankenschwester tätig ist und in ihrem Urlaub nach Kriegsende aus Versehen ins Jahr 1743 rutscht. Eingebettet in ein neues Leben und neue Abenteuer, steckt sie im Dilemma zwischen Vergangenheit und Gegenwart fest.
  • Netflix
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    Netflix
    steht in den USA inzwischen schon fast synonym für kostenpflichtige Angebote, über die man online Serien und Filme schauen kann - und das hat auch einen Grund: Fast 89 Prozent der TV-Streams im Subscription-Video-On-Demand-Bereich gingen aufs Konto von Netfix. Hulu Plus kommt auf rund zehn Prozent. Amazon spielt mit knapp 2 Prozent Marktanteil bislang kaum eine Rolle. Der gesamte Marktwächst dabei stark: Die Zahl der Nutzer, die online TV-Inhalte konsumierten, wuchs demnach um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

US-Quoten-Update

  • Mike & Molly
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    ABC startete am Montagabend mit "Mistresses" seine schon vor über einem Jahr angekündigte neue Sommerserie. Zum Auftakt waren die Quoten allerdings recht mäßig: 4,4 Millionen Zuschauer sahen die erste Folge am Montag um 22 Uhr, in der Zielgruppe lag der Marktanteil bei 1,2/3 Prozent (Rating/Share). Gegen das gleichzeitig ausgestrahlte "Revolution"-Staffelfinale zogen die "Mistresses" damit klar den Kürzeren. Einen großen Finalaufschwung gab es allerdings auch dort nicht: 6,17 Millionen Zuschauer hatten eingeschaltet, das Zielgruppen-Rating lag mit 2,0 minimal über den Werten der letzten Wochen. Nachgereicht hat CBS übrigens auch das Finale der Sitcom "Mike & Molly", das Tornado-bedingt zunächst verschoben worden war. Auf dem ungewohnten Sendeplatz donnerstags um 20:30 Uhr sahen zwar immerhin 8,01 Millionen Zuschauer zu, mit einem Zielgruppen-Rating von 1,9 wurde aber der schwächste Wert in der Geschichte des Formats gemessen. Zum Vergleich: Der Staffel-Schnitt lag in diesem Jahr bei 2,9.
  • AMC
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    Ein Blick in den Kabelfernseh-Bereich: Bei AMC startete die dritte Staffel der ursprünglich nach zwei Staffeln schon eingestellten Serie "The Killing" und erreichte damit 1,8 Millionen Zuschauer - das waren genauso viele wie beim Auftakt der zweiten Staffel, was nicht selbstverständlich ist, weil die Serie im Lauf der zweiten Staffel noch spürbar Zuschauer verloren hatte. Einen neuen Rekord stellte hingegen MTV mit dem Auftakt der dritten Staffel von "Teen Wolf" auf. 2,4 Millionen Zuschauer hatten am Montag eingeschaltet, nochmal 15 Prozent mehr als beim Start der zweiten Staffel und zehn Prozent mehr als beim bisherigen Allzeit-Bestwert. 
  • Jay Leno
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    Jay Leno muss die "Tonight Show" im Februar kommenden Jahres bekanntlich an seinen Nachfolger Jimmy Fallon abgeben - zeigt es auf seiner Abschiedstour aber noch einmal allen. In den May-Sweeps, also einer der Zeiten, in denen die Quoten besonders genau erhoben werden, lag Jay Jeno mit im Schnitt 3,5 Millionen Zuschauern deutlich vor Letterman, der 2,8 Millionen Zuschauer erreichte, und Jimmy Kimmel, der auf 2,5 Millionen Zuschauer kam. Auch in der Zielgruppe war Leno mit 1,08 Millionen Zuschaeurn klarer Marktführer vor Kimmel (830.000) und Letterman (780.000). Leno hat den Vorsprung auf die Verfolger damit im Vergleich zu den Februar-Sweeps von 12 auf 30 Prozent ausgebaut. Eines steht in jedem Fall fest: Jimmy Fallon tritt ein schweres Erbe an.

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