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Kaum Interesse

Verkorkstes Comeback für Sat.1-Fußballmarke "ran"

 

Das hatte sich Sat.1 sicher anders vorgestellt: Das Comeback der Fußball-Marke "ran" bekamen am Dienstagabend nicht mal eine Million 14- bis 49-Jährige Zuschauer mit. Gegen die Leichtatlethik-WM war "ran" völlig chancenlos

von Uwe Mantel
19.08.2009 - 09:32 Uhr

Comeback: Fußballmarke ran ist wieder daDass zum Beginn einer Saison nicht die hochklassigsten und zuschauerträchtigsten Partien auf dem Programms stehen würden, war eigentlich von Vornherein klar. Ein etwas glamouröseres und erfolgreicheres Comeback der einst legendären Fußball-Marke "ran" hatte man sich bei Sat.1 aber wohl schon ausgemalt.

Die Champions League-Qualifikationspartie zwischen dem VfB Stuttgart und dem rumänischen Vizemeister FC Timisoara interessierte am Dienstagabend aber kaum jemanden. Bei der Vorberichterstattung ab 20:16 Uhr hatten noch nicht mal eine Million Zuschauer eingeschaltet, der Marktanteil in der Zielgruppe lag bei katastrophalen 4,4 Prozent in der Zielgruppe. Bei der eigentlichen Fußball-Übertragung stiegen die Zuschauerzahlen dann zwar spürbar an - doch für zufriedenstellende Werte reichte es auch hier bei Weitem nicht.

Die erste Halbzeit verfolgten im Schnitt 2,12 Millionen Zuschauer, was 7,7 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum entsprach, während Hälfte 2 rettete sich "ran" mit 2,45 Millionen Zuschauern wenigstens knapp über die 10-Prozent-Marke. Bitter: In der für Sat.1 eigentlich ausschlaggebenden werberelevanten Zielgruppe klappte nicht einmal das: Die zweite Hälfte kam hier nur auf 9,5 Prozent Marktanteil, während der ersten 45 Minuten waren sogar nur 7,6 Prozent Marktanteil drin. Die Zuschauerzahl lag bei unter einer Million 14- bis 49-Jährigen.

König Fußball war am Dienstag somit völlig chancenlos gegen die Leichtatlethik-WM. Die bescherte dem ZDF wieder teils über sechs Millionen Zuschauer. Meistgesehener Wettbewerb war das Finale über 400 Meter Hürden der Herren am Abend mit im Schnitt 6,28 Millionen Zuschauern. Der Marktanteil lag zu diesem Zeitpunkt bei 23,3 Prozent beim Gesamtpublikum und 19,5 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

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