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Neuer Tiefstwert

Sat.1-Montag: Ende eines absehbaren Desasters

 

Am Montag zeigte Sat.1 zwei Wochen früher als geplant die letzte Folge der Dokusoap "Die Promi-Singles - Traumfrau sucht Mann". Zum Abschied hagelte es noch einmal einen neuen Tiefstwert. Nur wenig besser erging es "VIP-Charts" und "Ramschkönig"

von Uwe Mantel
15.09.2009 - 09:38 Uhr

Die Promi SinglesObwohl ProSieben nur wenige Wochen zuvor mit "Giulia in Love" und "Simply the Best" am Donnerstagabend - mit Ausnahme des Finales - sang und klanglos untergegangen war, setzte Sat.1 allen Ernstes seit Mitte August am Montagabend mit "Die Promi-Singles - Traumfrau sucht Mann" und den "VIP-Charts" auf ein fast identisches Programm. Welche Überlegung dahinter stand, wird wohl für immer ein Mysterium bleiben, das Quotendesaster, das Sat.1 damit erlebte, konnte eigentlich aber niemanden überraschen.

Schon die erste Folge ging mit nur 8,4 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe komplett unter, doch damit sollte sogar bereits der Bestwert erreicht sein. In den beiden folgenden Wochen reichte es nur noch für Werte um 7 Prozent. Sat.1 zog daher kurzfristig Konsequenzen, nahm zwei Folgen aus dem Programm und zeigte in dieser Woche bereits das Finale. Für einen Aufschwung wie bei "Giulia in Love" reichte es zum Ende nicht mehr - im Gegenteil: Es hagelte einen neuen Tiefstwert.

Nur noch 730.000 14- bis 49-jährige Zuschauer wollten wissen, ob die "Promi-Singles" nun tatsächlich einen Mann gefunden haben, das entsprach in der Zielgruppe einem katastrophalen Marktanteil von nur 5,7 Prozent. Noch schlechter sah es beim Gesamtpublikum aus, wo mit 1,28 Millionen Zuschauern sogar nur 4,1 Prozent Marktanteil erreicht worden waren.

Nur wenig besser erging es im Anschluss der Rankingshow "VIP-Charts". Nachdem es in den letzten Wochen hier immerhin leicht bergauf gegangen war, drückte die neue Konkurrenz durch Restauranttester Rach das Format wieder auf äußerst schwache 7,5 Prozent in der Zielgruppe. 1,53 Millionen Zuschauer sahen insgesamt zu. Der "Ramschkönig" kam danach ebenfalls nicht über 7,5 Prozent Marktanteil hinaus.

Auch der zweite Versuch, eine Dokusoap am Montagabend zu etablieren, ist somit grandios gescheitert. Zuvor war bereits die Kombination aus "Superlehrer" und "Jugendcoach Oliver Lück" komplett erfolglos. Während die beiden Fehlschläge immerhin im zuschauerarmen Sommer versteckt wurden, steht beim dritten Anlauf mehr auf dem Spiel: Nach einem Intermezzo von US-Filmen wird ab Mitte Oktober "Deutschland wird schwanger" am Montagabend ins Rennen gehen. Ein Fehlschlag wäre hier deutlich bitterer, dient das neue Format doch als Lead-In für das neue Kerner-Magazin und damit eine der wichtigsten Sendungen für Sat.1 und Senderchef Guido Bolten.

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