Grafik: DWDL.de © RTL/DWDL
Coaching-Krise

"Anwältin der Armen": Lichtblick in der RTL-Misere

 

Angesichts der Schwäche von Formaten wie "Raus aus den Schulden", "Teenager außer Kontrolle" oder "Vermisst" dürfte man bei RTL heilfroh sein, dass die "Anwältin der Armen" ihren Test erfolgreich absolvierte.

von Uwe Mantel
12.04.2010 - 08:57 Uhr

Helena kämpft für dichGerade im Coaching-Bereich, in dem RTL einst so große Erfolge feiern konnte, erging es dem Kölner Sender in den letzten Wochen nicht gut. Mittwochs floppte die neue "Teenager außer Kontrolle"-Staffel sang- und klanglos, Peter Zwegat präsentiert sich in diesem Jahr ebenfalls völlig von der Rolle, am Montagabend tut sich "Vermisst" immer noch schwer und auch auf dem Sendeplatz am Sonntag-Vorabend, der in der Vergangenheit schon diverse spätere Primetime-Hits hervorgebracht hat, liegt der letzte erfolgreiche Neustart schon länger zurück.

Angesichts dessen dürfte man um so erfreuter sein, dass Helena Fürst als "Anwältin der Armen" nun einen gelungenen Testlauf absolvierte. Die zunächst einmalige Auskopplung der sonst in "Punkt 12" versteckten Rubrik erwies sich aus Quotensicht jedenfalls als Glücksgriff. 2,3 Millionen 14- bis 49-jährige Zuschauer bescherten dem Format einen starken Marktanteil von 19,9 Prozent in der Zielgruppe. Auch beim Gesamtpublikum lief es gut: 4,38 Millionen Zuschauer sahen insgesamt zu, der Marktanteil belief sich auf 14,7 Prozent. Angesichts dessen würde es nicht wundern, wenn RTL, das bislang von einer einmaligen Sonderausgabe sprach, bald weitere eigenständige Folgen in Auftrag geben würde.

Zum Problem wurde das Wiedererstarken von RTL am Sonntag-Vorabend vor allem für Sat.1. Hatte sich Kai Pflaumes "Nur die Liebe zählt" gegen das schwache "Die Farm" in den letzten Wochen noch recht ordentlich schlagen können, so war gegen die "Anwältin der Armen" nun kein Blumentopf mehr zu gewinnen: Der Marktanteil in der Zielgruppe brach auf miserable 7,9 Prozent ein. Insgesamt schauten 2,12 Millionen Zuschauer zu, was auch beim Gesamtpublikum nur für sehr magere 7,3 Prozent Marktanteil reichte.

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